28.000 Eifeler haben am Sonntag die Wahl

Von: Verena Richter
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Nordeifel. Es ist viel diskutiert, debattiert und geschrieben worden in den vergangenen Tagen und Wochen. Am Sonntag wird es nun ernst. Dann sollen über 13 Millionen Wahlberechtigte in NRW mit ihren Stimmen einen neuen Landtag wählen.

Und auch in Monschau, Roetgen und Simmerath sind rund 28.000 Wähler dazu aufgerufen, ihr Kreuzchen zu machen. Dabei erleben nicht nur die 2082 Erstwähler in diesem Jahr eine Premiere, auch für erfahrene Demokraten gibt es eine Neuerung: Erstmals bei einer Landtagswahl haben die Wähler nämlich zwei Stimmen.

Wie bei der Bundestagswahl wird die Erststimme - auf der linken Seite des Stimmzettels - für die direkte Wahl eines Wahlkreisabgeordneten abgegeben, mit der Zweitstimme - auf der rechten Seite des Stimmzettels - wählt man die Landesliste einer Partei. Das heißt, dass der Wähler seine beiden Stimmen splitten kann.

Gewählt wird in den drei Eifelorten in insgesamt 51 Stimmbezirken, dazu kommen jeweils zwei Briefwahlbezirke pro Stadt bzw. Gemeinde. Dabei erfreut sich die Briefwahl nach wie vor großer Beliebtheit. 1336 Briefwähler waren am Montag in Monschau, 1716 in Simmerath und 1308 in Roetgen registriert.

Bei 6355 Wahlberechtigten macht dies für Roetgen eine Quote von über 20 Prozent aus. „Das ist bei uns immer hoch”, sagt Wahlamtsleiter Ernst Berzborn zu dem Ergebnis. Einen Grund kennt er dafür aber nicht.

Es sei für viele Wähler einfach bequemer die Stimmen per Briefwahl abzugeben, als am Sonntag tatsächlich zur Urne zu gehen, erklärt Monschaus Amtskollegin Agnes Kirch, in deren Wahlbezirk am Sonntag 140 Helfer im Einsatz sein werden. In Simmerath sind es 160 und in Roetgen 128 Wahlhelfer.

Dabei war es in diesem Jahr in allen drei Bezirken kein größeres Problem diese freiwilligen Assistenten zu finden. „Im vergangenen Jahr war es mit drei Wahlen schwieriger, dieses Mal gab es zum Glück kaum Absagen”, so Agnes Kirch. Und Manfred Nellessen, Simmeraths Wahlamtsleiter, bestätigt: „Dieses Jahr war es eher einfach.”

Ob die 428 Wahlhelfer am Sonntag dann eher viel oder doch weniger zu tun haben werden, das kann indes niemand sagen. Zwar gehen die Eifeler in der Regel gewissenhaft zur Wahlurne, ob das aber wieder so sein wird, muss sich zeigen.

„Es ist Muttertag, vielleicht ist das Wetter schön, man weiß nicht, wie hoch die Wahlbeteiligung ausfällt”, sagt Agnes Kirch. Klar ist nur, in der Nordeifel ist man gerüstet für die rund 28.000 Wahlberechtigten.
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