28 Werke im neuen Mützenicher Kunsttreff

Von: Kaspar Vallot
Letzte Aktualisierung:

Mützenich. Die Gastwirtschaft „Weißes Pferdchen” in Mützenich war einmal das, was man eine Dorfkneipe nennt. Ihr neuer Besitzer, der Aachener Geschäftsmann Bernhard Schrouff, Mützenicher Neubürger, ist dabei, sein Konzept für dieses Haus zu realisieren, und alle Zeichen stehen auf Gelingen.

Das Haus wurde in mehrjähriger Arbeit von Grund auf restauriert, ja umgebaut, und nun, nach ersten einschlägigen Veranstaltungen, darf festgestellt werden: Gehobene Gastronomie und Stätte künstlerischer Bemühungen ergänzen sich in idealer Weise.

Geburtstag als Anlass

Davon kann sich jedermann ab Freitag, 20. November, im Weißen Pferdchen überzeugen, auch davon, dass in Mützenich ein Konzept realisiert wird, das hierzulande kaum seinesgleichen findet.

Bernhard Schrouff und sein künstlerischer Berater, Professor Dr. Alexander Boeminghaus aus Höfen, haben nämlich den 70. Geburtstag von Boeminghaus zum Anlass genommen, zahlreiche Kunstschaffende aus nah und fern nach Mützenich einzuladen und für eine Ausstellung im „Weißen Pferdchen” je ein Bild nach eigenem Gusto anzufertigen.

Dieser Einladung folgten nicht weniger als 28 Künstlerinnen und Künstler aus dem Monschauer Land, aus Prüm, Erftstadt, Aachen und dem benachbarten Belgien. Es ist eine Ausstellung zustande gekommen, die sich nicht einer einheitlichen Stilrichtung zuordnen lässt, sondern die zutreffender als „zeitgenössisch orientiert” zu bezeichnen ist.

Die Einladung war nicht zuletzt deshalb von so großem Erfolg, weil Professor Boeminghaus als Präsident der Europäischen Vereinigung Bildender Künstler aus Eifel und Ardennen tätig ist und für alljährlichen Ausstellungen dieser Vereinigung in Prüm verantwortlich zeichnet.

Die von 28 Kunstschaffenden erarbeiteten Werke sind ab Freitag im großen Saal des „Weißen Pferdchens” zu sehen. Besonders in den Wintermonaten wird sich die Kombination von Gasthaus und Kulturstätte bewähren. Vom Gastraum aus lassen sich die im Saal ausgestellten Kunstwerke ebenso studieren wie bei einem Rundgang durch den Ausstellungssaal. Beide Räume, Ausstellungssaal wie Gastraum, sind durch eine Glaswand getrennt, so dass der Blick auf die Kunstwerke frei ist.

Zudem wird es möglich sein, in komfortabler Umgebung zu diskutieren und zu kritisieren.

Auf dem Programm der Kulturstätte werden im übrigen auch musikalische Veranstaltungen, Vorträge und Seminare stehen. Dabei betont Professor Dr. Boeminghaus, der Idee und Konzept der Ausstellung: „...und voll Freude ist mein Herz!” entwickelte, es solle in Mützenich keine Konkurrenz zu den künstlerischen Bemühungen entstehen, zu denen seit Jahr und Tag in das Monschauer Aukloster und in das Kunst- und Kultur-Zentrum (KuK) in der Altstadt eingeladen wird.

Dass Bernhard Schrouff und Professor Boeminghaus eigene Wege gehen, beweist das Konzept zur aktuellen Ausstellung. Von den Werken, die 28 Künstlerinnen und Künstler beisteuern, werden hochwertige Drucke angefertigt.

Das geschieht in einer neuen Technik, im so genannten Giclée-Verfahren, das in Auflösung und Farbintensität die traditionellen Techniken der Lithografie und der Serigrafie übertrifft. Museen wie das Guggenheim und das Metropolitain in New York zeigen Giclée-Drucke schon in Dauerausstellungen. Die Haltbarkeit soll bis zu 100 Jahre betragen.”

Die Ausstellung „...und voll Freude ist mein Herz!” ist geöffnet ab 20./21. November, 18 bis 22 Uhr, sie dauert bis April 2010, jeweils freitags und samstags von 18 bis 22 Uhr.
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