Nordeifel - 26 Frosttage in der Nordeifel

26 Frosttage in der Nordeifel

Von: kjl
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Endlich noch einmal richtiges Winterwetter bescherte schon der Dezember der Nordeifel. In der ersten Monatshälfte lag vielerorts eine stattliche geschlossene Schneedecke, nach dem Weihnachtstauwetter wurde es dann überall im Eifelland frostig. Diesen winterlichen Sonnenaufgang mit raureif-besetzten Sträuchern fing unser Fotograf am 14. Dezember bei Imgenbroich ein. Foto: Heiner Schepp

Nordeifel. Ein kleiner Überblick über den letzten Monat des Jahres 2008 zeigt einen nasskalten Start in den Advent mit Schnee auf den Bergen und Regen im Flachland. Es folgte ein erster trockenkalter Abschnitt, der dann kurz vor Heiligabend mit verfrühtem Weihnachtstauwetter und kräftigem Regen endete.

Der „grünen Weihnacht” folgte bis Silvester wieder sonniges, aber kaltes Winterwetter.

Anders als jetzt im Januar blieben die Dezember-Minima meist im einstelligen Bereich. Herausragend war allerdings die hohe Zahl der Frostnächte.

Zwischen Aachen und Stolberg dürfen wir im Mittel mit 13 Frosttagen rechnen, jetzt waren es sogar 16-20, vor allem in den Flusstälern (das gab es zuletzt 1996). Winterliche Kältelöcher wie Kalterherberg, Erkensruhr, Höfen, Mützenich und Roetgen mussten sogar 22-26 Frosttage erleben.

Auch die absolut kälteste Nacht des Kreises Aachen wurde in den hochgelegenen Talmulden beobachtet.

Hier die fünf kältesten Orte: Kalterherberg Rurtal -11,1 Grad (Boden bis -13 Grad); Perlenbachtalsperre -11,0 Grad; Höfen -9,2 Grad; Mützenich -9,1 Grad.

Ausgesprochen mild dagegen waren der 21. und 22. Dezember vor Weihnachten mit bis zu 10 Grad rund um Aachen.

In der Summe aller Temperaturen sagt der Mittelwert aus, das dieser erste Wintermonat gut 1,5 bis 2,0 Grad zu kalt war. Es war damit der viertkälteste Dezember der letzten 30 Jahre. Zuletzt war der Dezember 1996 noch kälter.

Die Mitteltemperatur in Aachen betrug 2,1 Grad (Abweichung -2,0 Grad), auf den Bergen meldete Strauch einen Mittelwert von -0,2 Grad (Abweichung -1,4 Grad).

Bis 32 Zentimeter Schneedecke

In Sachen Schnee hatte das Bergland nach Jahren der Schneelosigkeit mal wieder etwas vorzuweisen. Am 3. und 4. Dezember lagen in Mützenich sogar 32 Zentimeter Schneedecke.

Vom 1. bis zum 20. gab es eine ski- oder rodelfähige Schneedecke inhöheren Lagen. Das hatten wir lange nicht mehr. Umso ärgerlicher, dass der Schnee genau vor Weihnachten schmolz und erst Anfang Januar zurückkehrte.

Beim Thema Sonnenschein geizte der Dezember bis zum Zweiten Weihnachtstag - dann kam das Hochdruckwetter. Insgesamt kamen dann noch 72 Stunden in Schöneseiffen und Eschweiler, 87 in Mützenich, 76 in Aachen und nur 61 Stunden in Kalterherberg zusammen. Dies sind zehn Prozentmehr als das Mittel ausweist.

Vom Windpark Schöneseiffen bis nach Geilenkirchen fiel deutlich zu wenig Niederschlag. Die trockensten Orte waren: 53 l/qm in Aachen und 43 l/qm in Alsdorf-Warden (Deponie).

In den Hochlagen waren es 85 bis 110 Liter je Quadratmeter rund um die Oleftalsperre, an der Perlenbachtalsperre und in Mützenich. Überall waren es nur 44 bis 60 Prozent des Langzeitwertes.

Nach einer zehntägigen arktischen Winterwelle geht es in den nächsten Tagen immer milder zu. Der Schnee wird schmilzen, gut dass wir das Wochenende so zahlreich mit Wintersport und Spazieren genossen haben.
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