24.000 Kilometer für eine friedvollere Welt

Von: V.M
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Mit ein wenig Verspätung traf
Mit ein wenig Verspätung trafen sie am Samstag in der Monschauer Altstadt ein: die Läufer des internationalen „World Harmony Runs”. Hermann Mertens hält die Fackel, die immer dabei ist und für den Wunsch nach Harmonie, Frieden und Freunschaft steht.

Monschau. Nur mit wenig Verspätung sind am Samstagmittag acht Läufer des internationalen „World Harmony Runs” in der Monschauer Altstadt eingetroffen und wurden feierlich von den Vertretern der Stadt Monschau im Rathaus empfangen.

Die Tagesetappe des weltweit stattfindenden Fackellaufes mit dem Ziel, das harmonische Zusammenleben zwischen den Menschen aller Länder, Kulturen und Glaubensrichtungen zu fördern, führte von Prüm über Monschau bis nach Roetgen.

Start in Portugal

„Wir sind begeistert von der Gegend”, schwärmten die Läufer bei ihrer Ankunft in der Stadt mit „spätmitteralterlichem Flair”. Der internationale Fackellauf findet dieses Jahr zum 25. Mal in über 100 Ländern statt, allein in Deutschland beteiligen sich 300.000 Personen an dem Friedenslauf, der alle zwei Jahre stattfindet. So ist Dipavajan Renner, als ehrenamtliches Mitglied der Initiative von Sri Chinmoys und Koordinator für Strecken und Läufer, acht Monate unterwegs und legt dabei 24.000 Kilometer zurück.

Der europäische Zweig des Laufs startete Ende Februar mit Beteiligung von UNO-Sportbotschafterin und Unicef-Botschafterin Tegia Loroupe in Portugal, ging über die Pyrenäen nach Frankreich, England und Irland und dann wieder zurück aufs Festland nach Luxemburg und Deutschland. Von hier aus soll es dann weitergehen über den ganzen Kontinent, stets die Fackel, als Freundschaftssymbol dabei, welche „die Kraft geben soll, sich selbst zu verändern und für den Wunsch nach Harmonie, Frieden und Freundschaft steht”, so Renner.

Am 8. Oktober endet der Lauf mit einer großen Abschlussfeier in Wien. Das Läuferteam besucht Schulen, Institutionen, Vereine, Laufclubs sowie Parlamente, Rathäuser, Kirchen, Moscheen und Synagogen. Seit der Gründung im Jahre 1987 besuchte die Initiative über 150 Länder und internationale Läuferteams legten weit mehr als 500.000 Kilometer zurück, entsprechend der 13-fachen Umrundung der Erde.

Auch dieses Jahr besucht der World Harmony Run, der einst „Peace Run” hieß, rund 100 Länder in Afrika, Asien, Australien, Europa, Süd- und Nordamerika. Dabei legt jeder ehrenamtliche Läufer, der sich streckenweise an dem Lauf beteiligt, jenachdem wie seine Freizeit es zulässt, zehn bis 20 Kilometer am Tag zurück, jedes Läuferteam am Tag 80 bis 140 Kilometer.

Jeder ist herzlich dazu eingeladen am World Harmony Run teilzunehmen und einmal die Fackel zu halten, egal ob Alt oder Jung, ob Profi oder Amateur, ob als aktiver Teilnehmer oder bei einer Zeremonie, als Mitorganisator oder Zuschauer. So haben unter anderem Nelson Mandela, Michail Gorbatschow, Mutter Teresa und Carl Lewis die Fackel gehalten und dessen Ideale unterstützt. Am heutigen Tag hält sie Hermann Mertens.

Schwierige Etappen

Bevor die Läufer ihre nächste Etappe starteten, wurden die Läufer - Sandro Zincarini aus Italien, Mladen Vujaklija aus Kroatien, Namitabha Arsic aus Serbien, Ilyaso Vladimir aus Russland, Layamut Tehrani aus dem Iran, Sumahat Strohn aus Österreich sowie Regionalkoordinateurin Vasanti Niemz aus Heidelberg und Dipavajan Renner aus Salzburg - zu einem kleinen Buffet eingeladen und wo sich dann noch zwei Läuferinnen aus Köln anschlossen.

„Wir laufen gleich mit nach Roetgen”, freute sich Johanna Gregoreyk, eben einfach „um mitzumachen”. Hier war dann auch ein wenig Zeit, um sich zu erinnern: An den ersten großen Lauf in Europa im Jahre 1999, an den Lauf in Kenia und Äthiopien in einer Höhenlage von 3000 Metern, „wo man kaum Luft bekam”, so Renner, an die schwierige Etappe bei Andorra, an den Schneesturm in Luxemburg.

„Mich verbinden die Erinnerungen an alle Länder”, erzählte Renner, fasziniert von der Vielfalt der Sprachen, Landschaften und Mentalitäten.

Mit der Einladung, das Team möge nächstes Mal wiederkommen, verabschiedete sich das Empfangskomitee und die Läufer machten sich auf den Weg gen Roetgen. Dort wurden die Läufer ebenfalls herzlich empfangen. Als Dank erhielt Roetgens Bürgermeister Manfred Eis das „Certifcate of Appreciation”.
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