16. Rursee-Marathon: Sambaklänge im Schilsbachtal

Von: ale
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Die Sieger und Platzierten bei
Die Sieger und Platzierten beim 16,5 km-Lauf (von links): Gaby Andres, Marco Michaeli, Christina Ziemons, Jerome Hilger-Schütz, Timo Küpper und Ilse Maschmeier. Foto: A. Lauscher

Einruhr. Die vielen Voranmeldungen ließen aufhorchen: Beim 16. Rursee-Marathon sah es nach einem neuen Teilnehmerrekord aus. Die Zahl der Finisher aller Läufe betrug zum Schluss tatsächlich 1334; dies bedeutete zwar keinen neuen Rekord, ist aber ein tolles Ergebnis, das die Qualität des beliebten Laufevents dokumentiert.

Am Samstagnachmittag konnte einem der kalte Herbstregen die Lust aufs Laufen oder Walken vermiesen; immerhin nahmen noch 68 Walker/Innen die 16,5 km unter die Füße, und die 5 km-Strecke liefen 153 Sportler. Horst Arnoldi von der DJK Westwacht 08 Aachen war der schnellste Walker, er benötigte nur 1:51.19 Stunden. Schnellste Walkerin war Barbara Schuchmann aus Bergheim/Erft in 1:57.54 Stunden.

Sagenhaft schnell flitzten die Läufer auf der 5-km-Strecke, die ersten Sieben blieben unter 20 Minuten; es siegte Tobias Hibbe, ATG Aachen, in 16:54 Minuten. Als erste Frau kam Eva Offermann, DJK JS Herzogenrath, nach 20:19 ins Ziel. Eine bemerkenswerte Leistung gelang dem zehnjährigen Markus Krings vom TV Konzen, er lief die 5 km in 23:52.

Knapp hundert unerschrockene Mountainbiker vergnügten sich auf ihre spezielle Weise, die Eifelhöhentour bot ihnen Herausforderungen und schöne Ausblicke.

Gewohntes Bild am Sonntagmorgen: Die Parkplätze in Einruhr waren im Nu besetzt, man musste den Wagen irgendwo am Rand der Landstraße loswerden. Diesmal wurden die Helfer im Meldebüro doch etwas überrascht von dem Andrang, viele Nachmelder kamen, und die Ausgabe der Startnummern verzögerte sich. Deshalb mussten beide Hauptläufe 15 Minuten später gestartet werden.

Einige Sportler fanden das ärgerlich, denn sie laufen sich beizeiten warm und sind fest auf die eingeplante Startzeit eingestellt. „Wir wollen niemanden nach Hause schicken”, erklärte Bernhard Pauls, der Vorsitzende des Rursee-Marathon-e.V., und fuhr fort: „Sicher werden wir darüber sprechen, wie wir im nächsten Jahr unser Personal noch verstärken, damit der Zeitplan eingehalten werden kann.”

In bester Lauflaune machte sich das riesige Starterfeld des 16,5-km-Laufes auf den Weg Richtung Urfttalsperre. Die Marathonläufer folgten eine halbe Stunde später. Am Straßenrand gaben ihnen viele Zuschauer Anfeuerungsrufe und Applaus mit auf den Weg.

Wer die 16,5 km am Obersee und Urftsee kennt, der weiß, dass sie echt „eifeltypisch” sind: Wunderschöne flache Strecken am See wechseln sich mit knackigen Anstiegen ab. Hier kann man sich total verausgaben - oder man macht einen Genießerlauf daraus. Der Erste brauchte nicht mal eine Stunde (wir berichteten), und der Letzte kam nach über zwei Stunden ins Ziel.

Alle wurden herzlich begrüßt vom Moderator Andreas Menz und den Zuschauern. Unheimlich gut zu Fuß waren drei Eifeler Läufer, die die Plätze fünf bis sieben belegten: Christian Nießen, Fit for Life Eifel (1:02.41), Volker Jansen, LG Mützenich (1:02.58), und Rainer Billig, Team Coolart (1:03.33). Auch die Siegerin des Monschau-Marathons, Christina Ortmanns vom Team Coolart, erreichte mit 1:13.47 Stunden wieder eine tolle Leistung.

Markus Werker war nicht aufzuhalten. Der junge Mann vom TV Konzen hatte sich von Anfang an ganz vorne orientiert, bei Kilometer 17 ließ er die Konkurrenten energisch hinter sich und lief mit einem Vorsprung von über acht Minuten ins Ziel. Erster Gratulant und voller Bewunderung war sein Bruder Christian, der ihn mit dem Mountainbike begleitet und sich auf seine Weise ebenso angestrengt hatte. Auf die Strecke angesprochen, meinte der noch etwas atemlose Sieger, dass beim Rursee-Marathon die kräftezehrenden Steigungen vermehrt in der zweiten Hälfte kommen. „Flach mag es besser gehen, aber es macht mehr Spaß in der Eifel”, lautete sein Resümee.

Zweiter wurde der Vorjahressieger, Andreas Probst, Aachener TG, in 2:47.36 Stunden. Markus Mey, Peters-Sport-Team, erreichte das Ziel, das er sich persönlich gesetzt hatte: Er lief den anspruchsvollen Marathon in 2:48.10 Stunden und wurde Dritter.

Als erste Frau wurde Annette Geiken, LG RWE Power, im Ziel begrüßt, ihre Zeit: 3:23.26 Stunden. Ihr folgten Claudia Leschnik, DJK SJ Herzogenrath (3:25.08 Stunden), Annette Frings, Selbstläufer SV Altenahr (3:34.09 Stunden), und Marion Braun, SV Germania Eicherscheid (3:35.25 Stunden).

Erschöpft, aber sehr zufrieden, packte das Helferteam am Abend nach zwei aufregenden und arbeitsreichen Tagen seine Sachen. Von allen Seiten hörte man anerkennende Worte: Sowohl auf der Strecke (Überraschung: im Schilsbachtal gabs außer Verpflegung noch Sambarhythmen!) als auch im Zelt hatte alles gestimmt. Die gelungene Laufveranstaltung am Rursee wird in bester Erinnerung bleiben.
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