150 Apfelsinen, 25 Katzen und ein jecker Prinz

Von: ho
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„Muh“ schallte es durch die Dreifachhalle: Das Gefolge von Prinz Rolf I. (Marx) zeigte eine landwirtschaftliche Bewegungsgala, für die es von Prinz und Publikum viel Beifall gab. Foto: Karl-Heinz Hoffmann

Simmerath/Rollesbroich. „Muh“ schallte es am Samstagabend immer wieder durch die Dreifachfalle, die die Karnevalsgesellschaft der Rollesbroicher Klev Botze in einem wahren Kraftakt am Vortag in eine schmucke Prunkhalle für ihre große Sitzung hergerichtet hatte. Die Kuhlaute waren in der beruflichen Tätigkeit des Prinzenpaares, Rolf I. und Ursula I. (Marx), begründet, die seit ihrer Inthronisierung im Dezember ganz Rollesbroich in einen Bauernhof verwandelt haben.

Dementsprechend befanden sich unter den 350 Besuchern auch viele Landwirte, die eine fünfstündige unterhaltsame Sitzung mit eigenen und auswärtigen Spitzenkräften erlebten. Punkt 19.30 Uhr war die KG mit allen Garden, kleinen und großen Tollitäten sowie dem gemeinsamen Spiel vom TPK und der Harmonie einmarschiert und schon zu diesem Zeitpunkt merkte man dem Prinz der Klev Botze an, wie viel Spaß ihm das Karnevalfeiern macht.

Tanz nebst „Stippefötsche“

Die Showtanzgruppe des Vereins mit Florian Förster als Hahn im Korb heimste sich danach ebenso viel Applaus für ihre Darbietung ein, wie die Trevvelgarde mit ihrem zackigen Tanz nebst „Stippefötsche“.

Dies wurde nur noch vom Schönsten, was die Garde zu bieten hat, Mariechen Ana-Lena Treutwein, überboten, die einen tollen Tanz auf der Bühne zeigte. Diese wurde danach von Kühen, Eutern, Heurechen und Besen erobert, als zur Freude von Prinzenpaar und Publikum das Gefolge der närrischen Hoheiten eine landwirtschaftliche Bewegungsgala der Extraklasse vorführte. Auch hier merkte man Rolf I. an, dass er Karneval im Blut hat.

Nach einem schönen Tanz der Jugendgarde des Vereins sorgten die „Drei Richtije“ mit kölschen Liedern und einer Parodie deutscher Schlagergrößen für gute musikalische Unterhaltung und brachten die Halle erstmals zum Schunkeln. Beim Auftritt des folgenden Herrentrios aus Aachen ist beim Publikum zunächst einmal Lauschen angesagt.

Sie stehen schon seit Jahrzehnten auf der Bühne und besitzen mit ihrem Öcher Verzäll immer noch die Ausstrahlung, um Besucher in Zelten und Sälen in Verzückung zu versetzen: Josef, Jupp und Jüppchen plauderten über Todesanzeigen, Liebschaften und natürlich „et Marie“, bevor sie am Schluss das traditionelle „Ja wenn ne Öcher ens jett sare kann“ anstimmten. Dafür gab es stehenden Applaus.

Dieser erfolgte in spärlicherem Maße danach für „Dä Bundeswehrsoldat“, der mit seiner Büttenrede nicht so recht den Nerv des Publikums traf. Nachdem Mariechen Stefanie Heck für ihren Tanz viel Beifall bekommen hatte, rissen die Inde-Singers aus Eschweiler mit ihren flotten Liedern die Gäste wieder von den Stühlen. Die sechsköpfige Band erwies sich einmal mehr als echter Stimmungskracher und konnte erste nach zwei Zugaben die Bühne verlassen.

Ein Riesenaufgebot von „Südfrüchten“ aus dem Kölner Stadtteil Nippes füllte dann plötzlich die Simmerather Dreifachhalle. Die Farbe Orange bestimmte mit und mit das Bühnenbild, als die „Appelsine Funke“, sprich die KKG Nippeser Bürgerwehr 1903 e.V., mit 150 Mann in voller Korpsstärke und unter dem mächtigen Klang ihres Regimentsspielmannszuges in die Halle einzogen. Für jeden echten Karnevalisten ein absolutes Highlight, das man nicht alle Tage in unserer Region geboten bekommt. Eine halbe Stunde bot die Bürgerwehr mit Tanz und Gesang ein tolles Programm, von dem sich alle beeindruckt zeigten.

Natascha Mingers Schmusekatzen

Nach der Sitzungspause stand ein weiteres Highlight an. Die Showtanzgruppe „Dancefire“ aus Lammersdorf zelebrierte ihre Darbietung von Cats einmal mehr auf fantastische Art und Weise. Emotionell mitgerissen gab es von 350 Gästen für die Schmusekatzen von Trainerin Natascha Mingers stehende Ovationen. Präsident Marc Topp sagte den tanzenden Katzen weitere überregionale Auftritte voraus. Am Ende der Sitzung spielte schließlich die bekannte Band „De Boore“ auf, die zur Freude des Publikums von roten Rosen sangen und trotz vorgerückter Stunde in der Dreifachhalle nochmals für viel Stimmung sorgten.

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