14 junge Ladies lassens krachen

Von: Heiner Schepp
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13 „Ladykracher” in Aktion - es fehlt Nina Kell. Foto: privat

Eicherscheid. „Mein Baby war beim Frisör”, trällern die Ärzte aus dem Lautsprecher, als sich die 14 jungen Damen langsam, aber sicher zur Bühnenmitte orientieren. Ein paar Schritte noch, dann steht es, das tolle Schlussbild der „Ladykracher”.

14 Gesichter strahlen das Publikum an und zeigen keine Spur der soeben vollbrachten Höchsteistung. Über sechs Minuten Kraft, Kondition und Konzentration liegen hinter den Tänzerinnen. Der lange, tosende Applaus gibt den Mädels Gelegenheit, den Puls herunterzubringen, denn schon verlangt das Publikum nach einer Zugabe.

Sie sind viel unterwegs in diesen Wochen, die 14 Mädels aus Eicherscheid und Roetgen, aus Konzen, Strauch, Simmerath und Rohren. „Karneval ist Hochsaison”, erzählt Sabrina Kaulard, die zusammen mit Janina Zimmer am 6. September 1992 die Geburtsstunde der heutigen Formation miterlebte.

Unter dem Namen „Eifel Hexen” traten sie und acht andere kleine Tänzerinnen aus dem späteren Golddorf damals beim Pfarrfest in Eicherscheid auf; der Eifelverein hatte die Tanzgruppe im März 1992 ins Leben gerufen. Zwei Monate nach der Premiere kamen Julia Siebertz und Eva Giebler zur Formation, auch sie sind noch heute dabei.

1997 war für die Eicherscheider Tanzgruppe ein Jahr des Umbruchs. Ulrike Leuther (damals noch Schroiff) hatte die Leitung des Trainings der Mädels übernommen, mit Anne Huppertz und Nina Kell stießen zwei weitere talentierte Tänzerinnen zur Mädchentanzgruppe. „Da wir nun zu jungen Damen heranwuchsen, was man auch an unseren Tänzen und Outfits bemerkte, musste ein neuer Name her”, berichtet Janina Zimmer von der Umbenennung in „Girly Gang”, auch das war 1997.

Ein weiteres Jahr später erhielt Ulrike Leuther beim Training Unterstützung durch ihre Schwester Anke Schroiff, die später auch aktiv mittanzte. 2001 bezeichnen die Mädels rückblickend als „unseren Durchbruch”, präsentierten sie doch beim sportlichen Cheerleader-Tanz erstmals richtige Hebefiguren. Und mit dabei war nun auch Ina Küpper.

Auch in den Folgejahren wurden die Ideen, Choreographien und Kostüme immer professioneller und ausgefallener, als grazile Ballerinas und heiße Salsa-Tänzerinnen, Engel, Teufel und gruselige Gestalten tanzten sich die Mädels in die Herzen ihrer Zuschauer. Inzwischen stand mit Denise Stollenwerk aus Konzen die erste Nicht-Eicherscheiderin mit auf der Bühne, und von 2005 bis 2007 stieß gleich dreifache Verstärkung aus Roetgen - Sabrina Reinartz, Rasine Löhrer und Verena Niessen - zur Tanzgruppe.

„2005 durften wir das erste Jahr in professionellen Tanz-Kostümen unserer geschätzten Näherin Martha Gussen auftreten”, erinnert sich Julia Siebertz an einen weiteren Meilenstein. Neue Kostüme, neuer Look, neuer Name: Die „Ladykracher” waren geboren!

Nach einer witzigen Fußball-Choreographie im WM-Jahr 2006 bedeutete der fesche „Business-Tanz mit After-Work-Party” im Jahr 2007 für Jessica Reck (damals Imgenbroich) den Einstieg bei den „Ladykrachern”, die wiederum ein Jahr später als flinke Kosaken über die Bühnen huschten. Ende 2008 gab es mit Nina Jogschies aus Simmerath und Annika Cloesgen aus Rohren nochmals personelle Verstärkung für die „Ladykracher” und ihr aktuelles Frisör-Programm.

Nach etlichen Auftritten in unserer Region, aber auch in Aachen oder Düren, wird der kraftraubende Frisörtanz zu Liedern wie „17 Jahr´, blondes Haar” oder „Ein graues Haar” am kommenden Samstagabend beim „Heimspiel” in der Tenne sowie am Sonntag beim Frühschoppen in Kesternich noch einmal zu bewundern sein.

Dann heißt es für die sympathischen Mädels, von denen mittlerweile drei sogar den Weg von Aachen zum Training und zu den Auftritten auf sich nehmen, wieder: Kostüm anziehen, gegenseitig schminken und die „falschen Haare” stylen, ehe das Publikum beim Einmarsch kräftig mitsingt: „Du hast die Haare schön...!”

Ach ja, womit uns die „Ladykracher” 2010 begeistern werden, das spukt schon in ihren Köpfen herum, ist aber noch ein streng gehütetes Geheimnis...

Wer die „Ladykracher” buchen möchte, der kann sich an Ina Küpper wenden, 02473-6288.
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