Nordeifel - 129 verschiedene Vogelarten im vergangenen Jahr gesichtet

129 verschiedene Vogelarten im vergangenen Jahr gesichtet

Von: gük
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Wohl in der Hoffnung, Maiskörner zu finden, ließ sich im November ein Silberreiher zwischen Höfen und Rohren nieder. Das Bild zeigt ein Beispiel aus dem Archiv. Foto: imago/blickwinkel

Nordeifel. Insgesamt wurde im Jahre 2012 mindestens 129 verschiedene Vogelarten im Bereich von Monschau, Simmerath und Roetgen gesichtet, die natürlich nicht alle hier gebrütet haben. Eine größere Anzahl dieser beobachteten Vögel halten sich hier nur im Winter oder auf dem Durchzug auf. Kraniche etwa ziehen meistens ohne Aufenthalt schnell über unser Gebiet hinweg, während beispielsweise Rotdrosseln sich wochenlang hier aufhalten können.

Attraktive Überwinterungsplätze für einige Vogelarten sind unsere Talsperren, wobei allerdings in den Herbstmonaten des vergangenen Jahres hier kaum Vögel zu finden waren: Ein Eisvogel wurde im Januar an der Perlbachtalsperre entdeckt, eben dort im Oktober auch drei Zwergtaucher. Im Januar 2012 hielt sich einer für einige Tage am Obersee bei Pleushütte auf.

Tafelenten waren im Januar und März auf dem Obersee anwesend, im März ebenfalls Reiherenten. Die bei uns nur sehr selten zu beobachtende Löffelenten war im April auf dem Obersee bei Pleushütte vertreten.

Eine große Seltenheit sind die sieben Gänsesägern, die am am 31. Januar auf dem Wasser bei Pleushütte gesichtet wurden. Auch Knäkenten sieht man sehr selten bei uns, aber Ende März hielten sich 13 von ihnen auf dem Rursee bei Rurberg auf.

Am 31. Januar 2012 flogen noch mehrere Gruppen von Kranichen in Richtung Südwest in ihre Winterquartiere nach Frankreich oder Spanien. Einen Monat später überflogen die ersten Rückkehrer in die Brutgebiet das Rurtal bei Dedenborn.

Hauptflugtage im Herbst waren der 26. und der 27. Oktober und die Zeit zwischen dem 14. und dem 19. November. Einige bei uns nicht beheimatete Singvögel kann man auf dem Durchzug bei uns beobachten, wenn sie zur Nahrungsaufnahme im offenen Wiesen- und Ackerland niedergehen. So wurden die nordischen Ringdrosseln im April bei Simmerath, Höfen-Alzen, in den Bereichen Bratherhof und Gut Heistert bei Kalterherberg gesehen, wo am 25. April 16 Individuen gezählt wurden.

Seidenschwänze im Garten

Auf dem Sportplatz im Imgenbroich sind auch zur Zugzeit regelmäßig Ringdrosseln zu entdecken. Steinschmätzer wurden im April, im August und im September an mehreren Stellen auf Ackerflächen gefunden. Zwölf aus Sibirien stammende Seidenschwänze wurden in einem Garten in der Keusgasse in Roetgen beobachtet.

Die letzten Bergfinken aus Skandinavien wurden am 27. April in einem Fichtenwald bei Höfen registriert, die ersten Überwinterer wurden am 30. September entdeckt. Die selten zu beobachtenden Bergpieper wurden von Januar bis März auf Wiesen mit Pferden zwischen Hoscheid und dem Kalltal gesichtet. Anfang März rasteten einige Weißstörche am Himo in Imgenbroich, am 6. April suchten zwei dieser großen Vögel Nahrung auf Wiesen zwischen Rollesbroich und Strauch und am 6. September kreisten sechs über Imgenbroich.

Ein Silberreiher hatte sich am 20. November auf einem Maisacker zwischen Höfen und Rohren niedergelassen in der Hoffnung, Maiskörner zu finden. Kiebitze überwinterten im Bereich Kesternich und Witzerath, einige waren auf dem Maisacker Höfen, andere im Quellbereich des Tiefenbaches bei Huppenbroich.

Verspäteter Rotmilan

Am alten Modellflugplatz an der Kall hielt sich Anfang März eine Bekassine auf – der Vogel des Jahres 2013. Ein verspäteter Rotmilan überflog noch am 13. Dezember Roetgen. Kornweihen – ein Greifvogelart – blieben einige Wochen im Wiesengebiet zwischen Höfen und Rohren und Eicherscheid.

Und zum Schluss noch eine ganze große Rarität in der Vogelwelt unserer Heimat: Am 15. November beobachtete ein Mitarbeiter der biologischen Station im Bereich Bratherhof bei Höfen einen Merlin – dabei handelt es sich um eine kleine Falkenart aus dem Norden Europas.

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