10 Jahre Rursee-Touristik: Nationalpark Eifel war ein Glücksfall

Von: P. St.
Letzte Aktualisierung:
Das Team  der Rursee-Touristik
Das Team der Rursee-Touristik hat allen Grund sich zu freuen: Seit 10 Jahren leistet die Organisation erfolgreiche Arbeit. Foto: P. Stollenwerk

Simmerath. Das waren noch Zeiten: Wenn vor zehn Jahren ein Gast an den Rursee reisen wollte und eine Auskunft wünschte, dann musste er bis zum Freitagmittag seine Fragen gestellt haben, denn anschließend war Feierabend. Die Fremdenverkehrsangelegenheiten wurden damals noch bei der Gemeindeverwaltung Simmerath erledigt - aber sozusagen nur im behördlichen Nebenjob.

Im Jahr 2002 gab es dann mit der Gründung der Rursee-Touristik die große Wende. Nach und nach ging das touristische Geschäft in professioinelle Hände über, und heute sind die Organisation und ihre Strukturen einfach nicht mehr wegzudenken.

Das 10-jährige Bestehen der Rursee-Touristik stand jetzt auch im Mittelpunkt des Neujahrsempfangs, der im Heilsteinhaus Einruhr stattfand, wo Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns rund 60 Gäste in entspannter Atmosphäre begrüßte. Hermanns beleuchtete den markanten Wandel beim Tourismus, und verwies darauf, dass die Gemeinde die Rursee-Touristik jährlich mit 165.000 Euro plus 45.000 Euro von der Monschauer Land Touristik unterstützt. Auch wenn daran hin und wieder Kritik geübt werde, äußerte Hermanns die Überzeugung, dass sich dieser Zuschuss „indirekt amortisiert”. Als „Glücksfall” für die positive Entwicklung der Rursee-Touristik bezeichnete er die Einrichtung des Nationalpark Eifel im Jahr 2004.

Noch gut an Start der Rursee-Touristik konnte sich Christoph Poschen erinnern. Der Einruhrer Ortsvorsteher und heutige Aufsichtsratsvorsitzender der Rursee-Touristik begleitete von Beginn an den Aufbau der Organisation. „Fremdenverkehr” habe es schon seit Jahrzehnten im Dorf am See gegeben, doch in den 90er Jahren habe sich in der Tourismus-Welt vieles geändert, sei doch der Blick auf die einzelnen Tourismus-Regionen globaler geworden.

Die daraus als konsequent erforderliche Bündelung der Kräfte und die Qualitätsverbesserung sei mit der Gründung der Rursee-Touristik eingeleitet worden. Poschen erinnerte auch daran, dass eine angestrebte Kooperation mit der bereits etablierten Monschau-Touristik nicht gelang und man daher eigene Wege gegangen sei.

In diesem Zusammenhang lobte er besonders das „weitsichtige Denken und Handeln” des damaligen Simmerather Bürgermeisters Hubert Breuer und dessen Bemühungen, den Tourismus zu professionalisieren.

Heute sei die Rursee-Touristik ein starker Partner für die touristischen Leistungträger. Die Organisation stehe auf soliden Füßen und sei an zahlreichen Projekten beteiligt. Poschen nannte unter anderem das Rurseezentrum, das Naturerlebnisbad Einruhr sowie die Nationalparktore, Infopunkte und Wanderstationen.

Die etwa ein Dutzend Beschäftigten bezeichnete er als das „freundliche Gesicht” der Rursee-Touristik.

Trends rechtzeitig erkennen

Die Bedeutung der Rursee-Touristik innerhalb der Eifel-Tourismus GmbH hob deren Geschäftsführer Klaus Schäfer hervor. Beim Deutschen Wandertag, bei der Einführung der Regionalmarke Eifel oder auch bei der Vermarktung des Nationalparks sei die Rursee-Touristik ein wichtiger Partner gewesen. Für die Zukunft wünschte sich Klaus Schäfer, dass die Potentiale beim Tagestourismus noch besser ausgeschöpft würden, der zwei Drittel der Einnahmen ausmache. Schäfer sprach von jährlich 40 Millionen Tagestouristen in der Eifel. Daher sei es geboten, diese Gruppe noch stärker wertzuschätzen.

Sebastian Lindt als Geschäftsführer der Rursee-Touristik sagte, dass man sich den vielen neuen Herausforderungen des Marktes gestellt habe. Man sei auch weiterhin bestrebt, Trends und Entwicklungen zu erkennen und freute sich, dass in den zurückliegenden Jahren „hervorragende Teamarbeit” geleistet worden sei.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert