Jugendämter in der Städteregion: Den Super-GAU bisher noch nicht erlebt
Aachen. Talea (5) vor vier Jahren in Wuppertal, Anna (9) im Sommer 2010 in Bad Honnef, Chantal (11) vor wenigen Wochen in Hamburg: Drei Kinder, die das jeweils zuständige Jugendamt in die Obhut von Pflegeeltern gegeben hatte, weil ihre leiblichen Eltern sich nicht um ihr Wohlergehen kümmern konnten.
Diskussion um Rückepferde im Nationalpark
Nordeifel. Tiefe Furchen ziehen sich über Wanderwege. Dicke Reifenspuren zeugen davon: Hier wurde mit schwerem Gerät gearbeitet. Und das mitten im Nationalpark Eifel, der für unberührte Natur, für Wildnis und für Artenschutz steht.
«Komasaufen» nimmt unter jungen Leuten wieder zu
Nordeifel. Karneval und Alkohol sind für die meisten Narren und alle, die sich dafür halten, untrennbar miteinander verbunden. In diesem Jahr, berichtet Dr. Guido Schneiders, Leitender Arzt der Notfallmedizin in der Eifelklinik St. Brigida in Simmerath, hat die Zahl der «Schnapsleichen» im Vergleich zu den Vorjahren «sehr stark zugenommen».
26 Betriebe mit Eifel-Marke ausgezeichnet
Nordeifel. 26 Betriebe wurden im Konvikt-Haus der Kultur in Prüm mit dem Zertifikat «Gastgeber der Regionalmarke Eifel» ausgezeichnet. Damit einhergehend wurde ihnen auch das Zertifikat «ServiceQualität Deutschland» der Stufe 1 überreicht. Die Qualitätsoffensive Eifel startete im Zuge des Aufbaus der Regionalmarke Eifel im Herbst 2003.
Folgt ein Griff ins Portmonee der Monschauer Bürger?
Monschau. Müssen die Bürger der Stadt Monschau bald höhere Grundsteuern bezahlen? Darüber ist bislang noch nicht entschieden, aber, so betonten Micha Kreitz, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Monschauer Stadtrat, und dessen Stellvertreterin Waltraud Haake im Gespräch: «Wir werden die Hebesätze der Steuern überprüfen».
Gitarrist Carlos Juan zu Gast in Roetgen
Roetgen. Carlos Juan kommt nach Roetgen. Eine große Ehre und eine einmalige Chance für alle Eifeler Bürger und Gitarrenfreunde, den aus Puerto Rico stammenden Profimusiker in Clubatmosphäre zu erleben.
Rotmilan oder Schwarzstorch vom Windpark Himmelsleiter bedroht?
Von Jan Mönch | 23.11.2011, 07:00
Wie mehrfach berichtet, würde die Aachener Ratsmehrheit am Tor zur Eifel gern einen Windpark errichten, bestehend aus zehn 185 Meter hohen Windkraftanlagen. In der Eifel läuft man dagegen bereits seit geraumer Zeit Sturm, auch im Aachener Süden mehren sich die kritischen Stimmen.
Heinz Gossens fasst den Eindruck, den die BI von dem Gutachten der Aachener Firma pro Terra hat, so zusammen: «Der Verfasser scheint dem Willen des Auftraggebers zu folgen.»
Den schweren Vorwurf eines Gefälligkeitsgutachtens will die BI detailliert untermauern. Ein paar Beispiele: Der Rotmilan, eine geschützte Vogelart, werde in dem Gutachten «nicht erkannt», obwohl er aber «regelmäßiger Gast» im Münsterwald sei. Genauso ergeht es dem Schwarzstorch, der «plötzlich nicht mehr festgestellt» werde.
Mit Kopfschütteln quittiert die Bürgerinitiative auch, dass die Gutachter lediglich acht Überflüge von Kranichen festhalten. Ohnehin sei der zugrundegelegte Zeitraum für ein solches Gutachten viel zu gering gewesen.
Was Windräder angeht, sind die genannten Tiere laut Herbert Klinkenberg solche «ohne Meidungsverhalten» und daher besonders gefährdet. Die Gegner der Aachener Pläne machen sich jedoch auch Gedanken um diejenigen Tiere, die die Windräder als Gefahr einstufen und ihnen dementsprechend weichen würden. Diese Tiere würden sich logischerweise einen anderen Lebensraum suchen - und aus dem hiesigen Ökosystem fallen. Dies ließe sich dann natürlich schwerer nachweisen als von Rotoren zerfetzte Vogelkadaver am Fuße der Masten.
Hinsichtlich der möglichen Konsequenzen wird Herbert Klinkenberg deutlich: «Ich glaube, die Stadt macht sich gar keine Vorstellungen, was auf sie zukommt, wenn getötete artgeschützte Tiere gefunden werden, auf die wir hingewiesen haben. Da ginge es dann um einen Straftatbestand.»
Waldbrandgefahr?
Gar nicht daran denken wollen Klinkenberg und seine Mitstreiter, was wäre, wenn eines der Windräder Feuer fangen würde. Was zunächst ein wenig abwegig klingen mag, halten die Protestler für durchaus realistisch: Die Blitzeinschlagsgefahr schließlich sei bei einer Rotorhöhe von 185 Metern - zumal in Gebirgslage - immens. Das Innenleben der Anlage würde dann ein Übriges tun. Tatsächlich berichteten bereits deutschlandweit Zeitungen über solche Vorfälle - bislang trug sich allerdings keiner davon mitten in einem dichten Waldgebiet zu.
Die Bürgerinitiative möchte nun erst einmal abwarten, was die großen Naturschutzverbände, BUND und Nabu, zu dem Gutachten sagen. Klinkenberg möchte der Ansicht der Profis zwar eigentlich nicht vorgreifen, sagt aber dennoch: «Wir können uns kaum vorstellen, dass die zu einer anderen Ansicht kommen.»
Die Befürworter des Windparks ficht all dies bislang jedenfalls nicht an. Auf der Internetseite des Projekts, betrieben vom Kreisverband der Grünen, steht kurz und knapp: «Die Gutachten halten die Beeinträchtigungen der Landschaft und der Tierwelt für vertretbar.»
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