Zwölf Projekte werben um Unterstützung der Bürgerstiftung

Von: Christoph Hahn
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Auftritt mit großer Überzeug
Auftritt mit großer Überzeugungskraft: Pfarrer Toni Straeten warb bei der Projektbörse der Bürgerstiftung Düren um Unterstützung für die Ausstellung „Ein Koffer für die letzte Reise”. Foto: Hahn

Düren. Für Menschen mit Ideen und Initiativen gibt es, zumal in Düren, einmal im Jahr einen ganz besonderen Treffpunkt: die Projektbörse der Bürgerstiftung im Haus der Stadt.

Vertreter von zwölf Schulen, Theaterensembles und anderen Institutionen warben im Foyer mit Leidenschaft, Beredsamkeit und Überzeugungskraft bei den Juroren, den Vorstandsmitgliedern der Stiftung, um einen Anteil an den in diesem Jahr ausgeschütteten Fördermitteln in Höhe von rund 5500 Euro.

Vielfalt war Trumpf bei der inzwischen neunten Börse. So warb Kantor Stefan Iseke von der Evangelischen Gemeinde um Unterstützung einer Kinder- und Jugendfreizeit zur Erarbeitung des Musicals „Löwenherz”. Pfarrer Toni Straeten, nicht nur Gläubigen in der Region durch seine engagierte, Menschen zugewandte Arbeit mit Trauernden bekannt, will mit der erhofften Hilfe die Ausstellung „Ein Koffer für die letzte Reise - Wege aus der Trauer” verwirklichen.

Dr. Achim Jaeger, Lehrer am Stiftischen Gymnasium, wünscht sich eine Finanzspritze, um im Rahmen der Reihe „Lesen und Gespräch” den Kölner Schriftsteller Günter Wallraff und den Aachener Germanisten Hans Otto Horch in die Kreisstadt holen zu können. Derweil zieht es das Theaterensemble der Erna-Schiefenbusch-Gesellschaft von Düren weg:Die Gruppe will ihre aktuelle Produktion „Der Arbeitslose” in der schlesischen Stadt Kattowitz vorstellen. Mit Pfiff und Charme empfahlen sie sich der Vorsitzenden der Stiftung, Dr. Gisela Hagenau, und ihren Vorstandskollegen: Tanzend und zum Akkordeon singend, führten die Darsteller einen Ausschnitt aus ihrem Stück vor.

Dass nicht nur die Entscheidungsfindung - ihr endgültiges Votum fällen die Juroren am kommenden Donnerstag - ein kniffeliger Punkt der Stiftungsarbeit ist, hatte die Vorsitzende schon bei ihrer Begrüßungsansprache betont. Das Stiftungskapital liege derzeit bei 657 000 Euro. Aber zugleich betonte Dr. Hagenau mit Blick auf den Teil der Einkünfte, aus denen die Stiftung Projekte fördern kann: „Die Zinssituation hat sich 2011 nicht so rosig wie vor fünf, sechs Jahren dargestellt.”

Dessen ungeachtet gelte aber nach wie vor das Versprechen des Vorstandes an die Adresse derer, die sich um ihre Unterstützung bewerben: „Wir prüfen jedes Konzept ganz genau.” Bei allen Projekten übernimmt die Bürgerstiftung Düren immer nur einen Teil der Kosten.
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