Zwischen Rückenwind und Spekulation

Von: sj
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„Die Wahlen sind nicht vergleichbar“, findet SPD-Politikerin Liesel Koschorreck. Foto: sj

Düren. Nach der Bundestagswahl ist vor der Kommunalwahl. Im Mai werden die Bürger aufgerufen, neue Kommunalparlamente zu wählen. Die Dürener CDU blickt zuversichtlich in die Zukunft. „Das gute Ergebnis der Bundestagswahl wird uns sicherlich tragen“, sagte der Stadtverbandsvorsitzende Thomas Floßdorf.

Er spricht von Rückenwind. Zum einen habe CDU-Direktkandidat Thomas Rachel „in der gar nicht so CDU-lastigen Stadt Düren“ deutlich Stimmen gewinnen können. Zum anderen wirke dieses Ergebnis innerhalb der Partei motivierend. „Das gibt einen Kraftschub für den nächsten Wahlkampf“, ist Floßdorf überzeugt. „Wir haben gute Themen, stehen für eine sachorientierte Politik“, sagte Floßdorf. Sein Ziel: Die CDU will „40 Prozent plus x“ gewinnen und stärkste Fraktion bleiben.

„Sie können Bundestagswahlen nicht mit Kommunalwahlen vergleichen“, findet Liesel Koschorreck. Die Dürener SPD-Politikerin wird ihre Partei in den Kommunalwahlkampf führen. Und dennoch: Die SPD habe am Sonntag sowohl bei den Erst- als auch bei den Zweitstimmen „erhebliche Zuwächse“ in Düren verzeichnet.

Eine Entwicklung, von der sie sich auch im Mai 2014 Effekte verhofft. „Wir fangen als SPD in der Stadt ja nicht bei Null an“, fährt sie fort. Bis zum Wahltag gelte es, „jeden Tag für die Bürger zu arbeiten und ihr Vertrauen zu verdienen“. Ob das schlechte Abschneiden der FDP auf Bundesebene bei der Kommunalwahl eine Rolle spielen könnte, möchte Liesel Koschorreck nicht kommentieren. „Das wäre Spekulation“, sagt sie.

„Bei der Bundestagswahl wird in erster Linie über Parteien abgestimmt, bei der Kommunalwahl ist die Entscheidung weitaus mehr an Personen geknüpft“, sagt Verena Schloemer, Fraktionsvorsitzende der Dürener Grünen. Sie möchte keine Prognose wagen.

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