Zweites Gutachten am Kaiserplatz: SPD will Busspur noch mal überprüfen

Von: ja
Letzte Aktualisierung:
12412997.jpg
Kaiserplatz: SPD fordert zweites Gutachten zum Busverkehr. Foto: ja

Düren. Der Fraktionsvorstand der Dürener SPD ist sich einig: Die Jahrhundertchance, Kaiserplatz und Markt ohne die bislang trennende Busspur umgestalten zu können, wollen die Genossen nicht kampflos beerdigen.

Nachdem ein erstes, im Rahmen des Masterplan-Prozesses erstelltes Gutachten nach der Untersuchung von zehn städtischen Plätzen und Straßen zu dem Schluss gekommen war, dass es keine Alternative zu den Bushaltestellen am Kaiserplatz gibt (wir berichteten), fordert die SPD nun ein zweites Gutachten ein und will diesbezüglich das Gespräch mit dem technischen Beigeordneten Paul Zündorf suchen.

Bei komplizierten Vertragswerken sei es in der Vergangenheit üblich, eine zweite Meinung einzuholen, betont SPD-Fraktionschef Henner Schmidt auf DZ-Nachfrage. „Den gleichen Anspruch haben wir für eine so wichtige Frage der Stadtentwicklung.“

Bei der Überprüfung des ersten Gutachtens soll vor allem der Verzicht auf das sogenannte Rendezvous-System der DKB berücksichtigt werden. Das sieht ein zeitgleiches Eintreffen aller Buslinien und damit kurze Umsteigemöglichkeiten vor. Der bisherige Gutachter hatte das System in allen Überlegungen stets beibehalten.

Alternative Hoeschplatz?

Schmidt bringt als Alternative einen 15-Minuten-Takt ins Gespräch. Auch solle der bisher nicht untersuchte Hoeschplatz vor dem Museum als zentraler Busumsteigepunkt beleuchtet werden – auch wenn der Masterplan dort hochwertige Wohnungen in qualitätsvollen Gebäuden vorsieht, die im Erdgeschoss museal oder gastronomisch genutzt werden.

Dies habe er bereits im November 2014 vergeblich in der Lenkungsgruppe Masterplan angeregt, betont der AfD-Fraktionsvorsitzende Bernd Essler. Er kritisiert die Verwaltung: „Da wird eine Untersuchung veranlasst mit einer Aufgabenstellung, die alle möglichen Orte als Ersatz für den Kaiserplatz einbezieht, nicht aber den Parkplatz an der Marienkirche“, ärgert sich Essler. Er fragt sich, ob damit von vornherein eine Diskussion über den Standort Marienkirche abgeschnitten werden sollte.

Henner Schmidt hofft indes, dass das zweite Gutachten Ende der Sommerferien und damit rechtzeitig vor der Ausschreibung des Gestaltungswettbewerbs für Kaiserplatz und Markt im Stadtrat vorliegt.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert