Düren - Zweiter Dürener Gipfel gegen Kinderarmut

Zweiter Dürener Gipfel gegen Kinderarmut

Von: Stephan Johnen
Letzte Aktualisierung:
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Dr. Christian Meyn erläuterte, wie Sponsoren für Projekte gefunden und langfristig gebunden werden können. Foto: Johnen
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Dr. Christian Meyn erläuterte, wie Sponsoren für Projekte gefunden und langfristig gebunden werden können. Foto: Johnen

Düren. Bei der Premiere im vergangenen Jahr waren nicht alle Menschen mit der Namensfindung zufrieden. Zu negativ sei die Botschaft. Es handle sich sogar um eine Stigmatisierung der Stadt. „Es gab Menschen, die uns für verrückt erklärt haben“, blickte Thomas Floßdorf, Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses am Mittwoch beim zweiten Dürener Gipfel gegen Kinderarmut zurück.

Die Organisatoren aus Verwaltung, Politik und von Einrichtungen und Trägern der Jugendhilfe hatten sich aber ganz bewusst für diesen Titel entschieden – und den Schriftzug mit einem Untertitel versehen: „Wir engagieren uns in Düren.“

Die Idee hinter dem Slogan: Die Tatsache, dass es auch in unseren Breiten Kinderarmut gibt, sollte in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Und gleichzeitig war es stets ein Anliegen der eingerichteten Lenkungsgruppe, auch Mitstreiter zu finden, Sponsoren und Menschen, die sich mit Projekten einbringen möchten. Der Kampf gegen Kinderarmut beginnt in den Köpfen und in der Nachbarschaft.

Und jede Idee, die das Leben von allen Kindern und Familien erleichtert, sei zugleich ein wirksames Mittel gegen Ausgrenzung und für Teilhabe. Jeder Mensch könne helfen: Sei es mit einer Spende oder gespendeter Zeit. „Die Botschaft ist angekommen“, ist der scheidende Jugendamtsleiter Manfred Savelsberg überzeugt.

Der zweite Gipfel, der am Mittwoch im Rittersaal von Schloss Burgau stattfand, sei daher als eine Art Halbzeitbilanz zu verstehen, sagte Thomas Floßdorf. „Das Thema wurde öffentlich platziert, wir haben Spenden akquiriert, Sponsoren gefunden und erste Projekte wurden begonnen“, fasste Jugendhilfeplanerin Ina Ruick zusammen. So wurde es beispielsweise Kindern ermöglicht, an einem Theaterworkshop teilzunehmen, und an der Cornetzhofschule startete ein Projekt, bei dem Kinder mittags gemeinsam ihr Essen kochen.

„Es ist ein Prozess, den alle begleiten können“, wünscht sich Manfred Savelsberg noch weitere Beteiligung. Ohne allzu bürokratische Genehmigungsverfahren könnten einzelne Projektideen für Kinder und Jugendliche mit einer Startzulage von bis zu 3000 Euro bezuschusst werden. Im nächsten Jahr stehen besonders die Themen Bildung und Schule im Fokus.

Getragen werden sollen die Projekte aus Eigeninitiative – und Spenden. „Alles, was unter drei Jahren bleibt, bleibt eine Anekdote“, warb Referent Dr. Christian Meyn um Sponsoren, die sich langfristig beteiligen. Das Rad müsse nicht jedes Mal neu erfunden werden. Wichtiger sei es, dass gut Projekte rund laufen. Und laufen. Und laufen. Weitere Infos gibt es unter 02421/252199 und per E-Mail jugendhilfeplanung@dueren.de.

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