Zweistündiges Theaterstück: Uraufführung von „Melli 17“

Von: gkli
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Umida Baxtiyarova, Robert Böhnke, Sabine Kieven, Milena Rey und Evin Yakut (v.li.) freuen sich auf die Uraufführung. Foto: gkli

Düren. „Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, keinen Respekt vor älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten soll.“ Diesen Satz ließ der griechische Philosoph Sokrates vor gut 2000 Jahren fallen. Viele Erwachsene denken heute genauso.

Sabine Kieven, für die mobile Jugendarbeit Mitte/Nord in Düren zuständig, sagt: „Viele vergessen einfach sehr schnell, wie es ist, ein Jugendlicher zu sein.“ Vor einem Jahr setzten sich daher einige Jugendliche zusammen, um ein Theaterstück zu schreiben und dann auch zu spielen. Es entstand das rund zweistündige Stück „Melli 17 - (K)eine von vielen“. Unter andrem die Stadt Düren und die Evangelische Gemeinde unterstützen die Akteure, inzwischen 80 an der Zahl. Die Alterspanne der Mitwirkenden reicht von acht bis 80 Jahren.

Zum harten Kern des Autorenteams zählten die Dürener Abiturientinnen Evin Yakut, Umida Baxtiyarova und Milena Rey. Die drei jungen Frauen im Alter zwischen 17 und 19 Jahren überlegten: „Was soll die Geschichte zeigen von unserem Leben?“ Milena Rey konkretisiert die Überlegungen, indem sie sagt: „Der Übergang vom Dasein eines Jugendlichen hin in die Erwachsenenwelt ist sehr schwer.“ In der Schule fühle man sich noch geborgen, danach steigt das Gefühl, mit vielen Entscheidungen allein gelassen zu werden. Der Druck und die Verantwortung steigen, so etwa, wenn sich junge Leute plötzlich als Führerscheinneuling im Straßenverkehr bewegen.

Und genau hier setzt die Geschichte, von der noch nicht allzu viel verraten wird, an. Die Protagonistin Melli ist 17 Jahre alt und eine von vielen. Doch ihr Leben wandelt und verändert sich. Ihr widerfahren Probleme, die jeden Jugendlichen treffen können.

Regie führte mit Vasily Konstantin ein Profi. Was Evin Yakut, die die Rolle der Melli übernimmt, an der Theaterarbeit fasziniert: „Obwohl die Menschen mit unterschiedlicher Schulbildung, aus unterschiedlichen Nationalitäten und verschiedenen Strukturen zusammenkommen, klappt alles hervorragend und macht sehr viel Spaß.“

Zunächst wurde einmal pro Woche geprobt, inzwischen fallen mindestens zwei Treffen pro Woche an. Am Mittwoch, 13. Mai, wird das Stück im Haus der Stadt uraufgeführt. Der Vorhang hebt sich um 19.30 Uhr, Einlass ist ab 18.30 Uhr. Karten zu jeweils fünf Euro gibt es an der Theaterkasse im Haus der Stadt, an der Kulturtheke im Bürgerbüro und unter Telefon 02421/251317.

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