Zwei Urgesteine der Musikszene beweisen Klasse

Von: bel
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Gastgeberin Sylvia Hölzer zwischen den zwei Musiker-Legenden Tony Sheridan (r.) und Douglas Grassel an der Theke der Arnoldusklause. Foto: Elberfeld

Arnoldsweiler. Vielen älteren Zeitgenossen ist Tony Sheridan ein Begriff. Er gilt als eines der Urgesteine der Beat- und Rockszene. Sylvia Hölzer, Chefin der Arnoldusklause in Arnoldsweiler, war es gelungen, diese Musiklegende nach Arnoldsweiler auf die Bühne zu holen.

Sheridans Leben wäre für mindestens einen Roman gut, blickt man auf seine wechselhafte Karriere zurück. Als Kind machte er seine ersten musikalischen Erfahrungen mit der Geige, wechselte aber im Teenageralter zur Gitarre. Einem großen Publikum ist der Musiker - sein voller Name lautet Anthony Esmond Sheridan MacGinnity - als Musikerfreund der Beatles bekannt, die ihn auf der Bühne begleiteten. Zeitweise wohnte man auch zusammen.

Heute noch soll Paul McCartney von Tony Sheridan als dem „Teacher”, dem Lehrer sprechen.

Eine Riesenüberraschung war es, als Douglas Grassel unerwartet auf der Matte stand. Der Frontmann der Band „Ohio Express” war „eben mal so vorbeigekommen”, um seinen Freund Tony zu unterstützen. Tony Sheridan und die Gäste nahmen die Unterstützung gerne an, denn wann hatten die Menschen schon mal Gelegenheit, zwei solche Musikgrößen gemeinsam auf der Bühne zu erleben?

Ohne jede Aufgeregtheit

Und die beiden Ausnahmemusiker enttäuschten ihre Fans nicht. Ruhig, in sich ruhend, mit Weitblick auf das Leben, spielten sie mit großem technischen Können und lässiger Empathie einzeln und auch zusammen ihre Musik, ohne jede Aufgeregtheit. Die Gäste erlebten Künstler, die ihre Musik leben, und das schon ein Leben lang. „Welche Musik er denn liebe?”, wurde Douglas Grassel gefragt. Er überlegte nur ganz kurz, um dann zu antworten: „Ich mag alle Musik, sie muss nur gut sein.” Ein wahrhaft salomonisches Urteil.

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