Kreis Düren - Zwei schlappe Herbststürme und hohe Temperaturen

Zwei schlappe Herbststürme und hohe Temperaturen

Von: kjl
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Kreis Düren. Zwei schlappe Herbststürme, wenig Regen und sehr hohe Temperaturen zur Monatsmitte gehörten zu den Höhepunkten des zweiten Herbstmonats. Nach einem nasskalten September leuchteten die bunten Blätter im trockenen Oktober besonders golden.

Mit einer Durchschnittstemperatur von 13,2 Grad in Düren und 10,8 Grad auf dem Kermeter betrug die Abweichung vom Mittelwert (1981 bis 2010) enorme 2,5 bis 3,0 Grad. In den vergangenen 80 Jahren waren im Dürener Bördenland nur die Oktober 2001 (14,5 Grad) und 1995 sowie 2006 (14,1 Grad) deutlich wärmer.

Herausragend waren die spätsommerlichen Höchstwerte. Während es in der ersten Monatshälfte nur mäßig warm war, begann nach der Monatsmitte ein extrem warmer Abschnitt mit ein bis zwei Sommertagen (ab 25 Grad) zwischen Jülich und Vettweiß. Die Spitzenwerte der Kreise Düren und Euskirchen vom 15. und 16. Oktober waren die höchsten in ganz NRW und nur rund um Freiburg war es in Deutschland noch etwas wärmer.

Folgende Werte meldeten die Wetterbeobachter im Kreis Düren: Spitzenreiter wurde Hasenfeld mit 28 Grad, gefolgt von Vettweiß mit 27,4 Grad, Düren 26,8 Grad, Heimbach und Langerwehe 26,2 Grad, Hoven 26,1 Grad, Jülich 25,6 Grad, Nörvenich 25,4 Grad, Hergarten 25,0 Grad, Schmidt 24,8 Grad, Kermeter 24,7 Grad und Vossenack 24,2 Grad. Für das Dürener Land waren es die spätesten Sommertage über 25 Grad seit dem 19. Oktober 1921 (damals gab es neun Sommertage in Düren).

Der erste Bodenfrost

Herbstlich kühl mit ersten Bodenfrösten in den höheren Lagen wurde es erst am 30. und 31. Oktober. Schmidt erreichte die niedrigste Lufttemperatur mit 2,6 Grad und am Boden wurde es im Dürener Rurtal mit -1,7 Grad am kältesten. Verbreitet gab es Bodenfröste erst am 6. und 7. November, so spät wie seit 40 Jahren nicht mehr.

Die Stürme „Xavier“ zu Beginn des Monats und „Herwart“ am Monatsende waren in der Eifelregion weniger schlimm als in Norddeutschland. Die stärksten Böen am 5. oder 29. Oktober wurden zwischen Jülich und Nörvenich 70 beziehungsweise 83 Stundenkilometer abgelesen, in der Rureifel waren es maximal 65 Stundenkilometer.

Eher durchschnittlich blieb die Ausbeute der Sonnenscheindauer. Die Summen blieben durchweg unter dem langjährigen Klimawert. Hier einige Summen: Drove 134 Stunden, Langerwehe 129, Düren 116, Jülich 114, Nörvenich 103, Hasenfeld 100, Schmidt 97, Heimbach 95 und Vossenack 43 Stunden.

Bei sehr ruhigen Wetterlagen gab es zwar viele wolkige Tage, allerdings nur wenig Niederschlag. Rheinland-Pfalz und das westliche Rheinland hatten die niedrigsten Regenmengen in Deutschland.

In den Höhenlagen der Rureifel fielen 62 Liter pro Quadratmeter in Vossenack und 50 in Brandenberg und auf dem Kermeter. Die geringsten Niederschläge fielen im Oktober an folgenden Stationen: Hambach und Heimbach 39, Jülich 38, Hasenfeld 37, Langerwehe und Obermaubach 32, Düren 29, Vettweiß 28, Drove 27 sowie Nörvenich und Vlatten 25 Liter pro Quadratmeter.

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