Nideggen/Bergamo - Zwei Nideggener nehmen an Weltkrippenkongress teil

Zwei Nideggener nehmen an Weltkrippenkongress teil

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Zum ersten Mal beim Weltkrippenkongress: Doris und Franz-Josef Brandenberg aus Nideggen.

Nideggen/Bergamo. Im Italienischen Bergamo hat der 20. Weltkrippenkongress stattgefunden. Zwei der Teilnehmer waren Doris und Franz-Josef Brandenburg aus Nideggen.

Der Kongress unter dem Motto „Venite adoremus“ (Kommt lasset uns anbeten) umfasste Vorträge, Konzerte, Versammlungen, Gottesdienste, ein Galadiner, einen großen Krippenmarkt sowie vier Fahrten zu acht Krippenmuseen mit insgesamt 18 Bussen.

Veranstalter der alle vier Jahre in einem anderen Land unter dessen Leitung stattfindenden Kongresse ist der 1952 gegründete Weltkrippenverband „Universalis Foederatio Praesepistica“, dem Organisationen aus 20 Ländern rund um den Globus angehören, wie zum Beispiel aus Malta, Brasilien oder den USA.

„Das war unser erster Kongress“, berichtet Franz-Josef Brandenburg. „Wir waren von der Gastfreundschaft und Herzlichkeit mehr als überrascht und fühlten uns gleich als Mitglied der riesigen Familie der Krippenfreunde. Hier gibt es kaum ein ‚Sie‘, fast alle reden sich mit ‚Du‘ an. Auch die unterschiedlichen Sprachen stellten kein Problem dar. Reichten unsere Muttersprache oder Englisch nicht aus, kamen eben Hände und Füße, ja sogar Zeichnungen zum Einsatz.“ Die äußerst kunstvollen und detailreichen italienischen Krippen unterscheiden sich sehr stark von den in Deutschland üblichen: Es sind Dioramen, Schaukästen, in denen das Geschehen der Weihnacht dreidimensional vor einem bemalten Hintergrund dargestellt wird.

Kein Stall

Dieses Geschehen vollzieht sich nicht in einem Stall, einer Ruine oder Höhle, sondern inmitten des dörflichen oder städtischen Lebens. Der Alltag geht seinen gewohnten Gang. In der Herberge sitzen die Falschspieler am Tisch, da wird Wein mit den Füßen gekeltert, eine alte Frau verkauft Maronen, ein Mann bietet hausgemachten Käse und Schinken feil, ein anderer melkt seine Kuh und Frauen holen Wasser am Brunnen.

„Die Tiefenwirkung dieser Krippen ist faszinierend: Vorne sind die Figuren groß, und nach hinten verjüngen sie sich bis hin zur kleinsten Figur und zum kleinsten Gebäude. Sehr wichtig für ein gutes Diorama ist aber auch dessen Beleuchtung. Der Einfallsreichtum der italienischen Krippenkünstler ist unvorstellbar“, weiß Doris Brandenburg zu berichten.

Eine ähnliche, aber einfachere Krippe werden die Eheleute auf ihrer Ausstellung am 12. und 13. November im St.-Johannes-Haus an der Kirche in Nideggen jeweils von 11 bis 18 Uhr zeigen. Der Eintritt ist wie gewohnt frei; um Spenden für das stationäre Hospiz in Lendersdorf wird gebeten.

Der 21. Weltkrippenkongress wird 2020 in Aachen unter dem Motto „Die Krippe verbindet“ stattfinden. Organisatoren sind dann die Krippenfreunde aus Belgien, den Niederlanden sowie aus Rurdorf bei Linnich.

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