Birkesdorf - Zwei Investoren haben Interesse an der Birkesdorfer Festhalle

Zwei Investoren haben Interesse an der Birkesdorfer Festhalle

Von: Christoph Lammertz
Letzte Aktualisierung:
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Käufer gesucht: Die Stadt will sich aus finanziellen Gründen von der Festhalle Birkesdorf trennen, sie aber als Veranstaltungsort erhalten. Offenbar gibt es bereits zwei Kaufinteressenten.

Birkesdorf. Als der Dürener Stadtrat am 30. Mai sein Sparpaket verabschiedet hat, war von einem Papier mit vielen Unsicherheiten die Rede. Bei einer ganzen Reihe von Etatansätzen musste die Frage gestellt werden, ob sie der Realität auch standhalten würden. Dazu gehörte auch der Punkt „Verkauf der Festhalle Birkesdorf”.

Der Beschluss, sich von dem Veranstaltungsgebäude zu trennen, das die Stadt Jahr für Jahr rund 120000 Euro kostet, war eine Rechnung mit einer Unbekannten. Denn zu einem Verkauf gehört zwingend ein Käufer.

Und dass es tatsächlich Interessenten für die Festhalle gibt, daran wurden auch im Stadtrat Zweifel geäußert. Doch offenbar gibt es bereits Investoren, die sich bereits nach der Halle erkundigt haben. Das bestätigte der stellvertretende CDU-Fraktionschef Stefan Weschke am Montag der DZ. Zwei Anfragen lägen vor, sagte Weschke im Vorfeld der Finanzausschusssitzung am Dienstag, in der die Festhalle Tagesordnungspunkt des nicht-öffentlichen Teils ist.

In dieser Sitzung geht es zunächst einmal um die Ausschreibung des städtischen Gebäudes. Fester Bestandteil soll dabei eine Verpflichtung für den Käufer sein, die Festhalle weiter als Veranstaltungsort zu betreiben. „Wir legen großen Wert darauf, dass die Halle weiter von den Vereinen genutzt werden kann. Deshalb wird diese Auflage auf jeden Fall Bestandteil eines Kaufvertrags sein”, sagt Weschke.

Würde sich unter dieser Bedingung tatsächlich ein Käufer finden, dann hätte die finanziell arg gebeutelte Stadt einen Kostenfaktor vom Bein, die Funktion der Festhalle beibehalten und noch eine einmalige Einnahme aus dem Verkaufserlös zu verbuchen. Wie hoch diese sein wird, sei heute noch nicht abzusehen, sagt der CDU-Fraktionsvize.

In der Eröffnungsbilanz, die die Stadt bei der Umstellung aufs Neue Kommunale Finanzmanegement (NKF) vorlegte, ist der Wert der Halle auf einen siebenstelligen Betrag taxiert. Doch die Bewertung des eigenen Vermögens haben die Verantwortlichen im Rathaus natürlich eher mit Tendenz nach oben vorgenommen. „Wir werden einen solchen Erlös nicht annähernd erreichen”, schätzt Weschke die Einnahmemöglichkeiten realistisch ein.

Wie viel auch immer ein Investor bereit ist, für das Gebäude hinzublättern - ein gutes Geschäft, davon ist Weschke überzeugt, werde die Trennung von der Festhalle für die Stadt auf jeden Fall.
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