Sievernich/Köln - Zwei Herzchen wollen in Köln durchstarten

Zwei Herzchen wollen in Köln durchstarten

Von: Jörg Abels
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Engelchen und Teufelchen? Die „Domhätzjer“ Nadine Fiegen aus Köln (r.) und Chantal Kursch aus Sievernich haben einen fulminanten Start im Karneval hingelegt und wollen in der kommenden Session durchstarten.

Sievernich/Köln. Diese Mädcher haben Power, sehen gut aus und können vor allem eins: Richtig gut singen. Die „Domhätzjer“ haben in den vergangenen zwei Jahren mit urkölschen Liedern einen fulminanten Start im Kölner Karneval hingelegt.

Die „Domhätzjer“, das sind die Kölnerin Nadine Fiegen und Chantal Kursch, die seit kurzem im kleinen Ort Sievernich bei Vettweiß wohnt und sich selbst als „Eifler Mädche mit echt-kölschem Hätz“ bezeichnet. Wie ihre 26-jährige Partnerin wurde auch die 24-jährige Chantal schon früh vom Karnevalsvirus infiziert, tanzte viele Jahre in ihrer Heimat-KG „Schwerfe bliev Schwerfe“, wurde 2001 sogar Deutsche Meisterin der Junioren-Mariechen und dürfte daher vielen Karnevalisten im Regionalverband Düren nicht unbekannt sein.

Nadine ihrerseits wurde von Ute Geller entdeckt und gefördert. Die Sängerin der Gruppe „Colör“ stellte 2011 den Kontakt zum Kölner Komponisten Udo Müller her, der auch Stücke für das Kölner Hänneschen-Theater schreibt. Dort kreuzten sich die Wege von Nadine und Chantal, die sich auf Anhieb nicht nur musikalisch gut verstanden.

„Wir wurden ins kalte Wasser geworfen“, erinnert sich Chantal an die ersten Auftritte, die nicht ohne Kritik blieben. Aber entmutigen ließen sich die beiden nicht. „Daran wächst man“, betont Nadine. Und dass es schwer werden würde, als Newcomer Fuß zu fassen, war den beiden von Beginn an bewusst, „vor allem als Frauen“.

Doch die ehrgeizigen Herzchen bissen sich unterstützt von ihrem Manager Heinz Gert Sester („Ohne ihn und seine Kontakte gäbe es uns nicht“, sagt Nadine) durch, und mittlerweile ist die Resonanz nicht nur beim Publikum mehr als positiv. „Wunderbar kölsch, frisch und weiblich“, sprach der „Express“ im vergangenen Herbst nach dem Vorstellabend der Kölner Karnevalistenvereinigung Kajuja, die sich speziell um den Nachwuchs kümmert, von einem „Gewinn für die Kölner Bühnen“.

Mit der ersten Maxi-CD im Gepäck, absolvierten die „Domhätzjer“ anschließend in der Session mehr als 90 Auftritte, standen am „Elften im Elften“ sogar auf der großen Bühne auf dem Heumarkt. „Das war Gänsehaut pur“, erinnert sich Chantal und verschweigt nicht, dass auch ein paar Tränchen nach dem gelungenen Auftritt kullerten. Und für die kommenden Session ist der Kalender schon jetzt, vor den so wichtigen Vorstellabenden, mit 70 Auftritten gut gefüllt. „Auch auf dem Heumarkt sind wir wieder dabei“, freut sich Nadine. Und das Fernsehen ist auch auf die beiden aufmerksam geworden. Mehr aber wollen sie noch nicht verraten.

In den vergangenen Tagen haben Chantal und Nadine im Studio neue Lieder aufgenommen, die nicht mehr nur traditionell kölsch sind, sondern auch ein wenig peppiger, moderner. Stillstand ist bekanntlich Rückschritt, die „Domhätzjer“ aber wollen durchstarten, träumen von der ganz großen Karriere im Kölner Karneval und davon, ihr Hobby irgendwann einmal zum Beruf machen zu können.

Nach den Sommerferien geht es für sie Schlag auf Schlag. Erst die Kölsche Nacht am Otto-Maigler-See in Hürth, dann – so hoffen die Hätzjer – wieder der Vorstellabend der Kajuja im Tanzbrunnen und vielleicht ja auch der eine oder Auftritt im Raum Düren. Und 2014 wollen sie auch ein eigenes Programm für die Weihnachtszeit einstudieren.

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