Zwei Edelstahlkolosse verlassen Düren

Von: Jörg Abels
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Zwei Schwertransporte haben am Donnerstagabend das Werk der SDM-Gruppe in Gürzenich Richtung Wittenberg verlassen. Aufgrund ihrer Gesamthöhe von 60 Metern konnte die sogenannte Hochfackel nicht in einem Stück transportiert werden. Foto: Jörg Abels
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Zwei Schwertransporte haben am Donnerstagabend das Werk der SDM-Gruppe in Gürzenich Richtung Wittenberg verlassen. Aufgrund ihrer Gesamthöhe von 60 Metern konnte die sogenannte Hochfackel nicht in einem Stück transportiert werden. Foto: Jörg Abels

Gürzenich. Geschäftsführer Josef Jansen atmet erleichtert durch. Seine Mitarbeiter der SDM-Gruppe, benannt nach seinen Söhnen Stefan, Daniel und Manuel, haben es rechtzeitig geschafft. Tag und Nacht hat das Team des Apparatebauers in den vergangenen Wochen im Gürzenicher Werk gearbeitet, um eine 70 Tonnen schwere und 60 Meter hohe Hohlfackel fristgerecht fertigzustellen.

Es ist die größte bisher in Gürzenich von SDM gefertigte Apparatur. „Wir haben den letzten Zentimeter unserer Halle ausgereizt“, betont Jansen. Ist sie auch die bisher teuerste? Der Unternehmer hüllt sich in Schweigen.

Der Kunde, ein großer Düngemittelhersteller in der Lutherstadt Wittenberg, wartet bereits händeringend auf den Edelstahlkoloss, der vor Ort zusammengesetzt und noch um einen Brenner ergänzt wird und mit dem in Zukunft die bei der Produktion im Chemiewerk anfallenden Gase kontrolliert in 60 Metern Höhe verbrannt werden sollen. Auch die Verladung des zweigeteilten Edelstahlkolosses hat am Donnerstagabend reibungslos funktioniert. Damit ist der Part der SDM-Gruppe erledigt.

Samstag in Wittenberg erwartet

Ab jetzt liegt die Verantwortung für die wertvolle Fracht beim Schwertransportunternehmer aus Moers. „Aufgrund der Dimension der Fackel war ein Transport in einem Stück nicht möglich“, erklärt Josef Jansen, schließlich müssen die beiden Schwertransporter an diesem Abend auf dem Weg zur Autobahn erst noch das Dürener Stadtgebiet passieren. Wochenlang wurde die Fahrtstrecke geprüft und immer wieder umgeplant, um Engpässe und etwaige Hindernisse zu umgehen.

Dass schon kurz nach dem Start am Mirweilerweg Verkehrszeichen demontiert werden müssen, ist bei Transporten dieser Art Alltagsgeschäft. Am Samstag werden die beiden Transporter, die aufgrund ihrer Dimensionen nur nachts zwischen 22 und 6 Uhr fahren dürfen, in Wittenberg erwartet, schon in der ersten Nacht wollen die Fahrer bis nahe Hannover kommen.

Viel Zeit zum Durchatmen aber bleibt für das SDM-Team im Gürzenicher Werk nicht. In der Produktionshalle liegen bereits Einzelteile der nächsten Großapparatur, die für einen Kunden in Singapur angefertigt wird.

Die SDM-Gruppe beschäftigt aktuell rund 55 Mitarbeiter an drei Standorten. Das mittelständische Apparate-, Anlagen-, Armaturen- und Maschinenbauunternehmen produziert an der Veldener Straße in Düren, am Mirweilerweg in Gürzenich und in Mechernich.

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