Schmidt - Zuständig für 1500 Kilometer Wanderwege: Wolfgang Müller

Zuständig für 1500 Kilometer Wanderwege: Wolfgang Müller

Von: kin
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Wolfgang Müller (66) engagiert sich seit 23 Jahren für den Eifelverein. Er war 19 Jahre Vorsitzender der Ortsgruppe Schmidt. Heute ist er als Hauptwegewart Nordeifel verantwortlich für knapp 1500 Kilometer Wanderwege. Foto: Kinkel

Schmidt. Eifelverein? Das bedeutet für Wolfgang Müller aus Schmidt Bewegung in der frischen Luft mit Gleichgesinnten. Wandern ist für ihn das beste „Anti-Stress-Mittel überhaupt. „Das macht einfach sehr viel Freude“, sagt der 66-jährige Pensionär. „Und genau aus dem Grund bin ich auch zum Eifelverein gekommen.“

Das war 1993, also vor 23 Jahren. Damals ist Müller Mitglied der Ortsgruppe Schmidt geworden, war hier später 19 Jahre Vorsitzender. Irgendwann hat er sein Engagement auf Bezirksebene ausgeweitet. Müller war Bezirksjugendwart, Bezirkswegewart und seit einiger Zeit ist er Hauptwegewart Nordeifel.

Der Eifelverein, übrigens mit rund 28.000 Mitgliedern einer der größten Wandervereine in Deutschland, betreut insgesamt 9200 Kilometer Wanderwege. Allein in der Nordeifel, dem Zuständigkeitsbereich von Wolfgang Müller, gibt es um die 1500 Kilometer Haupt- und Regionalwanderwege des Vereins. Hinzu kommen Fernwanderwege, Pilgerwege und die örtlichen Wanderwege der 158 Ortsgruppen des Eifelvereins. „Wenn Wanderer Mängel an den Wegen bemerken“, erklärt Wolfgang Müller, „wenden sie sich entweder an den Eifelverein oder auch an den Verein ‚Rureifel Tourismus‘.

Darüber hinaus ist es aber Aufgabe der Wegewarte, ihre Wege, also die, für die sie zuständig sind, zweimal im Jahr abzugehen.“ Hauptaufgabe der ehrenamtlichen Mitarbeiter des Eifelvereins ist es, dafür zu sorgen, dass die Markierungen der Wege in einwandfreiem Zustand sind. „Um die Beschaffenheit der Wege“, sagt Müller, „kümmern sich bei uns in der Rureifel die Bauhöfe von Kreuz- au, Nideggen, Hürtgenwald und Heimbach.“

Was die Beschilderung der Wanderwege angeht, haben Müller und seine Kollegen jede Menge zu tun. „Im Wald passiert immer etwas“, sagt Müller. „Manchmal sind Schilder beschädigt, weil sie durch das Wachstum der Bäume an den Stämmen nicht mehr richtig halten, manchmal entstehen Schäden bei Waldarbeiten. Es sind aber auch immer wieder Fälle von Vandalismus zu erkennen. Manche Leute nehmen einfach ein Schild mit, um sich zu Hause im Partykeller aufzuhängen.“

Wanderwart, sagt Wolfgang Müller, sei ein sehr wichtiges und gleichsam zeitintensives Amt. „Der demografische Wandel und die Überalterung sind natürlich längst auch im Eifelverein angekommen.“ Zwar sei Wandern auch bei jungen Leuten wieder stark im Trend, „aber nur wenige sind bereit, sich auch im Verein zu engagieren.“ Und genau deswegen hat der Eifelverein vor zwei Jahren die „Qualitätsoffensive Hauptwanderwege 2.0“ gestartet. „Früher waren die 160 Wegewarte alleine für ihre Abschnitte der Wanderwege zuständig. Jetzt haben wir diese Zuständigkeit auf die Ortsgruppen übertragen. So hoffen wir, dass die Pflege der Wege auf eine breitere Basis gestellt ist.“

In einem zweiten Schritt soll in diesem Jahr damit begonnen werden, zu überprüfen, wo Wanderwege parallel laufen. Wolfgang Müller nennt ein Beispiel: „Der Buntsandsteinweg ist identisch mit unserem Hauptwanderweg 4. Es gibt zwei verschiedene Beschilderungen. Das ist überflüssig. Das wollen wir ändern.“ So, ist Müller überzeugt, könnte die Gesamtkilometerzahl der Wanderwege, für die der Eifelverein zuständig ist, um 25 Prozent reduziert werden. „Das entlastet auch unsere Wegewarte“, sagt Müller.

Dass heute zum ersten Mal der „Tag des Wanderns“ begangen wird, freut Wolfgang Müller. Auch seine Ortsgruppe in Schmidt beteiligt sich wie viele andere im Kreis Düren an der Aktion. „Ob er wirklich nachhaltig wirkt und dazu führt, dass sich mehr Menschen im Eifelverein engagieren, müssen wir abwarten.“

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