„Zum Preis einer zweiten Klasse erstklassig fahren”

Von: Jörg Abels
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Fünf „Regio-Shuttle RS1” ha
Fünf „Regio-Shuttle RS1” hat die Rurtalbahn bestellt. Auf dem ersten ausgelieferten Triebwagen werden derzeit die „Lokführer” geschult.

Düren. Noch fehlt die offizielle Zulassung des Eisenbahnbundesamtes. Spätestens aber zum Jahresende will die Rurtalbahn auf der Strecke Düren-Heimbach die ersten neuen Fahrzeuge vom Typ „Regio-Shuttle RS1” einsetzen. Bis April soll die Strecke dann komplett mit den neuen Triebwagen bedient werden.

Und die Fahrgäste dürfen sich auf deutlich mehr Fahrkomfort im Vergleich zu den bisher eingesetzten Regio-Sprintern freuen, wie der Blick in das erste ausgelieferte Fahrzeug zeigt, auf dem die Rurtalbahn derzeit noch die Triebwagenführer schult.

Nicht nur, dass der „RS1” über eine Klimaanlage verfügt, die in den Sommermonaten für eine angenehmere Fahrt in die Eifel sorgen sollte, eine weitere Besonderheit des neuen Triebfahrzeugs der Berliner Firma Stadler ist eine Toilette, die absolut behindertengerecht ist und auch Rollstuhlfahrern bei der Benutzung keinerlei Probleme bereiten dürfte. Überhaupt ist das gesamte Fahrzeug mit seinen 79 Sitzplätzen behindertengerecht, verweist Rurtalbahn-Geschäftsführer Achim Schmitz auf einen großzügig gestalteten Fahrgastraum mit einem Niederfluranteil von 65 Prozent. Ein modernes Fahrgastinformationssystem gehört ebenso zur Ausstattung wie ein Fahrscheinautomat.

„Die Fahrgäste können in Zukunft zum Preis einer zweiten Klasse erstklassig fahren”, freut sich Landrat Wolfgang Spelthahn in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender der Rurtalbahn auf eine deutliche Qualitätsverbesserung, die sich das Unternehmen über zehn Millionen Euro kosten lässt.

Dass davon erst einmal nur die Fahrgäste auf der Eifel-Strecke profitieren, habe vertragsrechtliche Gründe, erklärte Wolfgang Spelthahn. Das neue Qualitätsniveau aber soll als Standard auch für die Strecke Düren-Jülich/Linnich vorgegeben werden, kündigte der Landrat an, wenn der Nahverkehr Rheinland die Konzession im kommenden Jahr für die Zeit ab Ende 2016 europaweit ausschreiben muss.

Aber auch die aus Linnich/Jülich kommenden Fahrgäste können sich mit dem Fahrplanwechsel Mitte Dezember auf ein besseres Angebot freuen. Der rund fünf Millionen Euro teure Umbau des Haltepunkts Huchem-Stammeln sorgt dafür, dass künftig im Bahnhof Düren auch wieder ein direkter Anschluss an die Regionalbahnen besteht.
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