Zum Jubiläum ein Künstler von Weltrang

Von: Axel Keldenich
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Ein Dürener Künstler von Weltrang: Lars Vogt spielte die Sonate G-Dur D 894 op. 78 von Franz Schubert und die Fantasie für Klavier C-Dur op. 17 von Robert Schumann. Foto: Keldenich

Düren. Die Vereinigten Industrieverbände (VIV) von Düren, Jülich, Euskirchen und Umgebung hatten ein außergewöhnliches Jubiläum zu feiern. Seit 60 Jahren veranstaltet die Organisation nun bereits Industriekonzerte.

Die Veranstaltungsreihe ist seit ihrem Start ein Eckpfeiler der kulturellen Szene in Düren. Dementsprechend hatten die Verantwortlichen zum Jubiläum die Chance genutzt, mit Lars Vogt einen Pianisten zu verpflichten, der einerseits aus Düren stammt und dazu seit Jahren Weltruhm genießt.

Der Vorsitzende des Arbeitgeberverbandes, Dr. Stephan Kufferath-Kassner, erinnerte im Haus der Stadt an die Anfänge der Konzerte. Bereits 1950, nur fünf Jahre nachdem der Verband seine Arbeit wieder aufgenommen hatte, verwirklichten drei Männer die Idee, den Mitarbeitern und der Bevölkerung auf diesem Wege gehaltvolle musikalische Unterhaltung anzubieten.

Helmut Müller und Hans Rohs als Vertreter der Firmen Leopold Schoeller Tuchfabrik und Anker Teppichfabrik holten als fachlichen Berater den Dürener Musiker Karl Strahn mit ins Boot. An die drei Urväter der Reihe erinnerten beim Jubiläumskonzert drei von Anker produzierte und gestiftete Wandteppiche mit den Portraits der Männer, die im Foyer des Hauses der Stadt aufgehängt waren. Ein vierter Teppich zeigt das Signet der Veranstaltungsreihe, zwei Schlote und eine Lyra.

Nur 75 Pfennige

Dr. Kufferath-Kasner zitierte aus einer Berechnung aus dem Startjahr 1950: Die Kosten lagen damals umgerechnet auf eine Karte bei etwa 2,50 Mark, und die Mitarbeiter der Unternehmen mussten für diese Tickets nur 75 Pfennige bezahlen. Heute veranstalten die VIV pro Jahr fünf Konzerte, von denen eines immer talentierten Nachwuchskünstlern vorbehalten ist.

In diesem Zusammenhang erinnerte Bürgermeister Paul Larue bei seinen Glückwünschen an die Veranstalter daran, dass auch die Musikschule der Stadt in diesem Jahr ein rundes Jubiläum feiert, denn die Einrichtung gibt es seit 40 Jahren.

Damit stammt die Musikschule aus dem gleichen „Geburtsjahr” wie Lars Vogt, der sechs Jahre später dort den ersten Klavierunterricht erhielt. Beim Jubiläumskonzert im Haus der Stadt spielte der künstlerische Leiter des Kammermusikfests „Spannungen” in Heimbach zwei große Werke der romantischen Klaviermusik: die Sonate G-Dur D 894 op. 78 von Franz Schubert und die Fantasie für Klavier C-Dur op. 17 von Robert Schumann.

Wie bereits zahlreiche Konzerte der Reihe wurde auch dieses im Rahmen der „WDR 3 Kammerkonzerte NRW” aufgezeichnet und wird später gesendet. Das Publikum dankte Vogt bereits nach dem ersten Stück mit anhaltendem Beifall und feierte ihn zum Abschluss des Konzertes mit stehendem Beifall.
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