Düren - „Zum Henker mit den Henks”: Angela-Schüler beweisen schwarzen Humor

„Zum Henker mit den Henks”: Angela-Schüler beweisen schwarzen Humor

Von: han
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Einen vergnüglichen Abend bot die Theater-AG der Angela-Schule. Das Team hatte sich mit Schauspielern aus zwei Gymnasien verstärkt. Foto: Schmitz

Düren. Lachen und Leichen, Comedythriller und Gruselpartie: Die Theater-AG der St.-Angela-Schule hat die Mordskomödie „Zum Henker mit den Henks” von Norman Robbins zum Betsen gegeben. Und da auch männliche Rollen besetzt werden mussten, wurde das Ensemble der Mädchenschule mit Jungschauspielern vom Stiftischen- und Wirteltor-Gymnasium ergänzt.

Es war eine gelungene Premiere im Foyer der Schule. Theaterpädagoge Michael Lourenco hatte diese morbide, satirische Komödie inszeniert, mit Schauspielern, die ihre Rollen glaubhaft verkörperten. Sie schafften es mit Eleganz und Bravour, die Charaktere britisch schwarzen Humors darzustellen - mal skurril, mal komisch oder bedrohlich, mal überzogen gezeichnet und äußerst lebhaft.

Showdown nach Westernart

Nicht wirklich „Gutes” versprach der Titel des Stücks. Und auf der Bühne ging es dann auch ziemlich schnell los mit dem schwarzhumorigen Morden, in das auch scheinbar Unbeteiligte hineingezogen werden: Ein altes Landhaus der Familie Henks soll unter den verbliebenen fünf Familienmitgliedern aufgeteilt werden. Der Verwalter und seine Angestellten sind dafür zuständig, dass alles seinen vorbestimmten Lauf nahm.

Er hat zusammen mit seiner Assistentin aber durchaus eigene Ambitionen. Die Familie soll ins Jenseits befördert werden, um selbst an das Erbe zu kommen. Doch die Sache hat einen Haken: Die Henks sind seit Generationen ein Clan höchst erfolgreicher Profikiller. So wurde im Interesse der Sache gemeuchelt, was das Zeug hielt. Da wurde geschossen, erdolcht, vergiftet - bis zum Showdown im Zeitlupentempo am Ende, als sich das Gespinst aus Lügen, Intrigen, Raffgier und Geiz im Revolverduell nach Westernart auflöste.

Bis alle Schauspieler so nach und nach dahin schieden, hatten sie meist starke Auftritte hinter sich. Allen voran Johannes Lankes als Vernon Previtt, der in schwarzer Lackhose einen scheinbar Homosexuellen spielte. Gekonnt schaffte er es, den von ihm verkörperten Charakter auf die Spitze zu treiben und sorgte durch seine gesamte Gestik und Mimik für zahlreiche Lacher im Publikum. Gleich dreifach agierte sehr überzeugend Dimitrij Breuer als Clown, Anwalt der Familie und auch noch als Gitarrist, der neben Einspielungen für erstklassige Live-Musik sorgte.

Aber auch Lisa Hommelsheim als coole Assistentin Zoe Mapleton, Alina Al-Athamneh mit Ausstrahlung in ihrer leicht frivolen Vamp-Rolle, Claudia Jansen als scheinbar naives Blondchen Athene Henk, Marc Buchna als Augustus Henk, dem man abnahm bei jeder Kleinigkeit in die Luft zu gehen, Rebecca Pohl als „graue Maus” Octavia Henk, die sich als Hellseherin betätigt, Rebecca Pohl in der Rolle der Henrietta Henk und Nadine Weiland als Dienstmädchen, die mit einer gelungenen Tanzszene überraschte. Insgesamt war der Abend ein kurzweiliges Theatervergnügen - mit rauschendem Beifall für alle Akteure.

Dazu gehörten auch Christoph Hoppermann, der gekonnt mit Licht und Ton umging, und Nicole Weiland, die mit ihrem Bühnenbild eine schaurig schöne Atmosphäre schuf. Der Dank aller Beteiligten galt der Bürgerstiftung, die das Projekt ebenso unterstützte wie die pädagogische Mitarbeiterin Mechthild Bölting.
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