Düren - Zukunft des Kulturfests ist gesichert

Zukunft des Kulturfests ist gesichert

Von: Stephan Johnen
Letzte Aktualisierung:
Sehen, Riechen, Tasten und Fü
Sehen, Riechen, Tasten und Fühlen - Wie dieser Parcour der Sinne war das gesamte Kinderkulturfest: Es gab im Dürener Stadtpark eine Menge zum Erleben und Ausprobieren. Foto: Johnen

Düren. Für Pfadfinder ist es nicht gerade ein Überlebenstraining, im Dürener Stadtpark die Zelte aufzuschlagen. Etwas mehr Wildnis darf es ansonsten schon sein.

Dennoch richten sich die Royal Rangers einmal im Jahr im Willy-Brandt-Park an der Rur häuslich ein, errichten Feuerstätten, ein Lagertor samt Hochsitz und zimmern sich aus Stämmen ganze Kücheneinrichtungen.

Beim Kinderkulturfest gehören die Pfadfinder zu den Vereinen, Einrichtungen und Gruppierungen, die einer breiten Öffentlichkeit zeigen, wie genau ihre Kinder- und Jugendarbeit eigentlich aussieht. Am Sonntag war es wieder soweit: Das Kinderkulturfest lockte Tausende Kinder, Eltern und Großeltern in den Stadtpark. Schon am Samstag haben die Rangers mit den Aufbauarbeiten begonnen.

„Wir zeigen den Kindern hier unser Leben als Pfadfinder. Nur in einem etwas kleineren Maßstab”, sagte Stammleiter Jakob Diedrich. Mehr als 25 Pfadis standen am Sonntag als Ansprechpartner bereit. Über mangelnde Besucher konnten sich die Rangers nicht beschweren. Nicht zuletzt der Geruch von frischem Stockbrot lockte die Besucher Richtung Zeltlager.

Ohne Ehrenamt geht es nicht

Sehen und gesehen werden: So könnte das Dürener Kinderkulturfest auch beschrieben werden. „Im Park treffen die unterschiedlichsten Institutionen und Vereine zusammen. Sie lernen sich kennen und es sind auch schon viele Kooperationen entstanden”, berichtete Organisatorin Sabine Wagner vom Spielpädagogischen Dienst der Stadt Düren. Und auch Kinder und Eltern könnten im Park kennenlernen, was es alles für Möglichkeiten in der Stadt gibt. „Oftmals kennen wir ja nur die Angebote für Kinder und Jugendliche, die zwei Straßen weiter stattfinden”, weiß Sabine Wagner.

Das Kinderkulturfest, vor 21 Jahren als Auftakt der damaligen Kinderkulturtage gestartet, hat mittlerweile einen festen Platz im Veranstaltungskalender der Stadt.

„Wenn Sie einen Infostand in der Fußgängerzone aufbauen, kommen sehr wenige Menschen. Heute sind fast 5000 Besucher in den Park gekommen - und dieses facettenreiche Angebot passt in keine Fußgängerzone”, sagte Sabine Wagner. Fördervereine, Kitas, Arbeitsgemeinschaften aus Schulen und Projektgruppen: Sie alle nutzen die Gelegenheit, sich und ihre Arbeit vorzustellen. Möglichkeiten, tatkräftig anzupacken, zu basteln und zu spielen gab es auch.

In diesem Jahr fand das Kinderkulturfest erstmals ohne städtische Zuschüsse statt. „Die Sponsoren haben uns unterstützt - und auch die Teilnehmer”, berichtete Wagner. Viel ehrenamtliche Arbeit war bei Auf- und Abbau gefragt, um den Kostenrahmen einzuhalten. Wagner: „Es hat niemand abgesagt. Wir haben sogar eine neue Rekordbeteiligung.” Überrascht von der Solidarität der Gruppen untereinander ist Wagner überzeugt: „Die Zukunft des Kinderkulturfests ist gesichert.”
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