Ziel: Sicherer und flüssiger Verkehrsfluss trotz Brückenneubau

Von: Jörg Abels
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Die Ersatzbrücke ist nur sechs Meter breit. Wenn sich während des Brückenneubaus Lkw begegnen, wird es eng. Foto: Jörg Abels

Düren. 30.000 Fahrzeuge passieren täglich die B 56/Schoellerstraße. Während des 18-monatigen Neubaus der Eisenbahnbrücke ab April 2014 kann die dann nur einspurig in beide Richtungen befahrbare Behelfsbrücke noch 20.000 Fahrzeuge aufnehmen. Mit einer Breite von lediglich sechs Metern und einem Tempolimit von 30 km/h wird sie zum Nadelöhr; vor allem wenn sich große Lkw begegnen.

Darum erarbeitet der Landesbetrieb Straßenbau derzeit noch ein großräumiges Verkehrslenkungskonzept, das bereits an der A4 am Autobahnkreuz Kerpen und an der Anschlussstelle Eschweiler-Ost, an der B 56 in Froitzheim und an der A 44-Anschlussstelle Aldenhoven ansetzt.

Fahrer, die nicht direkt nach Düren wollen, sollen so auf alternative Routen gelenkt werden. Auch die neue A4-Anschlussstelle Merzenicher Heide soll aus Richtung Aachen bereits im April geöffnet werden (wir berichteten), so dass die Möglichkeit besteht, über die Kölner Landstraße (B 264) nach Düren zu gelangen.

Teilsperrung am Arnoldsweiler Weg

Nichtsdestotrotz wird der Brückenneubau massive Auswirkungen auch auf den innerstädtischen Verkehr haben. „Unser Ziel ist es, den Verkehr flüssig und sicher abfließen zu lassen“, betont Dürens Baudezernent Paul Zündorf. Trotzdem wird es Engpässe geben.

Da ist zum einen der Arnoldsweiler Weg, der aufgrund der Baustellengröße in den 18 Monaten nur noch stadtauswärts genutzt werden kann. Autofahrer aus Richtung Niederzier/Oberzier/Ellen/Arnoldsweiler müssen sich einen anderen Weg Richtung Düren suchen, beispielsweise über die Tagebaurandstraße an Merzenich vorbei auf die Kölner Landstraße.

„Dabei wollen wir vermeiden, dass zu viele Fahrzeuge durch Merzenich und in der Folge über die Merzenicher und die Roonstraße fahren“, erklärt Anke Leimert vom Dürener Tiefbauamt. Alternativen wären der Weg über die L 257 und die B 56 oder aber die Brücke Heerweg.

Komplett gesperrt wird die Brückenstraße. Damit der Lkw-Verkehr in Richtung Gewerbegebiet Distelrather Straße nicht den Grüngürtel verstopft, wird der Wirtschaftsweg in Verlängerung der Distelrather Straße bis zur Kölner Landstraße auf eine Breite von sechs Metern ausgebaut. Die Kosten von rund 230.000 Euro trägt der Landesbetrieb Straßenbau.

Nach einer von der Stadt und vom Landesbetrieb in Auftrag gegebenen Verkehrssimulation gehen die Planer nicht davon aus, dass Birkesdorf infolge der Baumaßnahme über Gebühr strapaziert wird. Auch das Durchfahrtsverbot für Lkw auf der Nord- und Zollhausstraße soll nicht angetastet werden, versichert Zündorf.

Ein Großteil der Fahrzeuge wird die Eisenbahnstraße benutzen. Um die Staugefahr zu verringern, wird daher auch der Knotenpunkt am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) umgebaut. Die Busse erhalten eine neue Ausfahrt auf die Josef-Schregel-Straße. Auch hier übernimmt das Land NRW die Kosten von rund 80.000 Euro.

Anke Leimert betont, dass die Strecke über Fritz-Erler-, Veldener, Philipp-, August-Klotz-, Stürz- und Bonner Straße bis hin zur Oststraße nicht explizit als Umleitung zu verstehen ist. Zudem zeige die Simulation, dass sich der von der B 56 über die Eisenbahnstraße ausweichende Verkehr in der Stadt verteilen werde.

Eine größere Belastung für die Anwohner der Ost- und Zülpicher Straße schließen die Planer daher aus. An allen Kreuzungen der genannten Straßenzüge werden die Ampelschaltungen an die neue Situation angepasst. Rückstau am „Platz der deutschen Einheit“ an der Musikschule und an der Kreuzung Aachener Straße/August-Klotz-Straße/Stürtzstraße könne dennoch nicht verhindert werden, betonte Leimert. Beide Kreuzungen hätten schon jetzt ihre Kapazitätsgrenze erreicht.

Vorfahrt für Rettungskräfte

„Wir werden die Situation aber besonders an den ersten Tagen genau beobachten und dann überlegen, ob wir die Ampelschaltungen noch einmal anpassen müssen“, betont die Expertin. Teilweise wird an den Nadelöhren auch die Spuraufteilung verändert, um einen geordneten Abfluss des Verkehrs zu ermöglichen.

Noch eine weitere Einschränkung wird es geben: Während des Brückenneubaus wird der stadtauswärts fahrende Verkehr nicht mehr von der Schoellerstraße auf die Eisenbahnstraße in Richtung Norddüren abbiegen können. Sichergestellt ist derweil, dass Rettungskräfte auch während des Engpasses auf dem Weg in die nördlichen Stadtteile nicht steckenbleiben. Sie können die Ampelanlagen per Handsender beeinflussen und somit zügig über die Gegenfahrspur ihr Ziel erreichen.

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