Ziel ist die Verbesserung der Gesundheit von Kindern

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Niederzier. „Wie gesund sind unsere Kinder und Jugendlichen?” Mit dieser Frage setzt das Robert Koch-Institut von 2009 bis 2012 die bundesweite KiGGS-Studie fort.

Wie schon 2006 gehört Niederzier auch diesmal wieder zu den 167 Studienorten.

Die Gesundheitsdaten werden diesmal in der Zeit vom 12. bis zum 24. März telefonisch erhoben. Alle ehemaligen Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer erhalten in Kürze eine schriftliche Einladung zur Befragung. Zusätzlich werden Kinder bis sechs Jahre nach einem Zufallsverfahren neu ausgewählt und ihre Eltern zur Befragung eingeladen.

Mit der als Langzeitstudie angelegten Erhebung beabsichtigt das Robert Koch-Institut, erneut Informationen zu Gesundheitszustand und Gesundheitsverhalten, Befindlichkeit und dem Einfluss sozialer Faktoren zu sammeln, um ein aktuelles Bild der gesundheitlichen Lage der Kinder und Jugendlichen in Deutschland zeichnen zu können. Hierbei soll auch ermittelt werden, inwiefern sich die gesundheitliche Lage seit der letzten Studie verändert hat.

Durch die wiederholte Einbeziehung der ehemaligen Teilnehmer, die inzwischen sechs bis 24 Jahre alt sind, erhoffen sich die Forscher überdies Erkenntnisse zu den Lebensphasenübergängen vom Kindes- ins Jugendalter, vom Jugend- ins Erwachsenenalter sowie die Ursachen und Bedingungen gesundheitlicher Veränderungen.

Zwei Zusatzstudien

Befragt werden sowohl die Eltern als auch die Kinder selbst (elf bis 17 Jahre). Darüber hinaus werden Interviews mit den ehemaligen Studienteilnehmern geführt, die inzwischen erwachsen sind. Ergänzt wird die Befragung durch zwei Zusatzstudien. An Teilstichproben wird vertiefend Fragen zur motorischen Entwicklung und zur seelischen Gesundheit nachgegangen.

Um die gesundheitliche Situation dieser großen Bevölkerungsgruppe angemessen abbilden zu können, ist auch die Teilnahme von Kindern nicht-deutscher Herkunft wichtig. Eltern, die kein telefonisches Interview auf Deutsch führen können oder möchten, wird darum ein übersetzter Fragebogen zur Beantwortung angeboten.

Damals hatten innerhalb der drei Studienjahre (2003-2006) insgesamt 17 641 Mädchen und Jungen mit ihren Eltern ein Untersuchungszentrum des Robert Koch-Instituts besucht. Das entspricht einer Teilnahmequote von 66,6 Prozent.

Die Ergebnisse des ersten Untersuchungsdurchgangs zeigen, dass es sich lohnt, den Gesundheitszustand von Kindern und Jugendlichen unter die Lupe zu nehmen: KiGGS hat beispielsweise belegt, dass Kinder in sozial benachteiligten Lebensumständen erheblich größeren Gesundheitsrisiken ausgesetzt sind. Die Studienergebnisse sind Grundlage für Strategien zur Verbesserung der Kindergesundheit in Deutschland.

Weitere Ergebnisse unter: www.kiggs.de
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