Zehn-Millionen-Euro-Marke im Visier: Sparkasse optimistisch

Von: Stephan Johnen
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Blicken optimistisch in die Zukunft: Dr. Gregor Broschinski, Uwe Willner und Udo Zimmermann (von links). Foto: Johnen

Düren. Wo steht die Sparkasse Düren im Jahr 2025? Diese Frage beschäftigt derzeit nicht nur den Vorstand des kommunalen Kreditinstituts. In mehreren Arbeitsgruppen werden Mitarbeiter des Unternehmens in den kommenden Wochen und Monaten an einer Strategie für die Zukunft arbeiten.

„Wir haben eine Verantwortung für die Menschen in der Region und werden diese Verantwortung auch in den kommenden Jahren wahrnehmen“, gab Vorstandschef Uwe Willner am Mittwoch den Kurs vor.

„Fundament unserer Arbeit sind und bleiben unsere Filialen“, betonte Willner. Allerdings könne er Veränderungen in diesem Bereich nicht ausschließen. „Wir bleiben in der Fläche präsent“, versicherte er, aber es könne gut möglich sein, dass am Ende des „Optimierungsprozesses“ beispielsweise eine Verkleinerung oder Verlagerung von Filialen stehe.

„Vielerorts haben sich die Lebensumstände der Menschen geändert, es sind neue Wohngebiete entstanden, viele Dörfer sind gewachsen“, sagt Willner. Dieser Entwicklung müsse das Kreditinstitut Rechnung tragen. Konkrete Pläne für das Kreisgebiet könne er derzeit aber noch nicht vorstellen.

Fest stehe jedoch, dass flächendeckend weiter in den Maschinenpark investiert wird, also in moderne Geldautomaten und Terminals. Gleichzeitig soll das Online-Angebot des kommunalen Instituts ausgebaut werden. „Über 40 Prozent unserer Kunden nutzen bereits heute ein Online-Konto. Im vergangenen Jahr waren es 38 Prozent“, verwies Vorstand Dr. Gregor Broschinski auf die wachsende Bedeutung des Online-Bankings. Dieser Kanal sei jedoch eine Erweiterung des Angebots und solle die persönliche Beratung in den Filialen nicht ersetzen, versicherte er.

Eine Mitteilung über eine Veränderung wird künftig alle Sparkassen-Kunden in den Briefkasten flattern. Das Institut erhöht zum Jahresende die Grundgebühr aller Kontoführungsmodelle um einen Euro. „Wir haben den Leistungskatalog überarbeitet und viele andere zusätzlichen Gebühren gestrichen oder reduziert“, erklärte Gregor Broschinski. Seit 14 Jahren seien die Gebühren nicht mehr angepasst worden. Auch eine Gebührenbefreiung gab es zu verkünden: Das Unternehmen verzichtet ab 1. Dezember auf sogenannte Überziehungszinsen. Der Dispo bleibe unverändert bei 10,95 Prozent. Etwa 1,4 Millionen Euro verbuche die Sparkasse als Einnahmen aus Dispo-Zinsen. „Aber Einnahmen sind nicht automatisch Gewinn“, sagte Uwe Willner. Etwa nur zehn Prozent der Kunden würden den Dispo in Anspruch nehmen, in dieser Statistik werde schon erfasst, wer sein Konto um einen Cent überziehe. Spielraum für eine Senkung des Zinses – wie immer wieder von Verbraucherzentralen und auch Politikern gefordert – gebe es nicht. „Wer sein Konto regelmäßig überzieht, der sollte über einen Kredit nachdenken“, verwies Willner auf die „derzeit durchaus günstigen Konditionen“.

„Wir können und wollen nicht mit Internetbanken konkurrieren“, stellte Vorstand Udo Zimmermann klar. „Schon aufgrund unserer Filialstruktur sind wir nicht vergleichbar“, sagte er. Angst vor Wettbewerb habe er dennoch nicht. „Unser Marktanteil liegt bei Privatkunden stabil bei 50 Prozent“, sagte Zimmermann. Im kommenden Jahr wolle das Institut versuchen, verstärkt Privat- und Geschäftskunden zu gewinnen.

Der Blick auf das laufende Geschäftsjahr stimme optimistisch, allen Krisen in der Welt zum Trotz. „Wir waren die ersten acht Monate des Jahres erfreulich gut unterwegs“, bilanziert Uwe Willner – „mit Stand 17. September“. Beim Gewinn können die Zehn-Millionen-Euro-Marke geknackt werden. Besonders gefragt und beinahe nicht mehr auf dem Markt vorhanden seien Immobilien. Auch die Baufinanzierung erlebe starken Zuwachs. Die Preissteigerungen seien dabei sehr moderat.

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