Zehn Künstler sehen Afrika in Heimbach

Von: Bruno Elberfeld
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Laudatorin Luise Kött-Gärtner (l.) und Edith Cremer, stellvertretende Bürgermeisterin (r.) eröffneten mit den Künstlern und Musikerrinnen die Ausstellung „Künstler sehen Afrika“. Foto: Bruno Elberfeld

Heimbach. Zur Eröffnung der Ausstellung „Künstler sehen Afrika“ im Heimbacher Haus des Gastes warteten fremde Klänge auf Kunst- und Afrika-Interessierte. Die Werke und musikalischen Beiträge waren dem schwarzen Kontinent gewidmet.

Die beiden Musikerinnen Gabriele Treutlein und Theresia Binder hatten auf dem Boden eine große Anzahl von Instrumenten geparkt. Es waren Instrumente aus allen Kontinenten, die die „eine Welt“ musikalisch repräsentierten. Zu entdecken waren – um nur einige zu erwähnen – ein Didgeridoo, ein Gong, eine Panflöte, eine Schlitztrommel, ein Djember, eine Ocean Drum sowie Sansulas.

Einiges zu erfragen

Losgelöst von der Musik hatte der Besucher einiges zu bestaunen, zu erfragen, zu deuten. Zeit musste er sich nehmen, denn die Skulpturen, die Installationen, die er anfassen und in Bewegung setzen sollte, die vielen kleinen, großen, bunten, konkreten und abstrakten Gemälde, in liebevoller Detailarbeit in Vitrinen, an den Wänden und Stellwänden platziert, brauchten die ganze Aufmerksamkeit.

Landschaften, Autos und Menschen auf Müllhalden verarmter Vorstädte, Menschen und Tiere, Bäume – dies alles und mehr ist Afrika. Sehr beeindruckend sind die geheimnisvollen religiösen Darstellungen wie heilige Gegenstände aus den Naturreligionen und dem Schamanismus. In Symbolen versteckt sind Wesen und Geister, böse und gute. Ein Lebensbaum erzählt vom Sieg des Lebens über den Tod.

Acht Künstlerinnen und zwei Künstler stellen im Haus des Gastes aus, eine zu große Anzahl, wollte man zu jedem Einzelnen und seinen Werken die passenden Worte finden. So beschränkte sich Laudatorin Luise Kött-Gärtner, selbst Bildhauerin, auf einen Überblick, wobei sie des Öfteren die Geister von Christoph Schlingensief, Regisseur und Chef eines Opernhaus-Projekts in Afrika, und von Philosoph und Künstler Joseph Beuys heraufbeschwor.

Kött-Gärtner nannte die Ausstellung ein „soziales Kunstwerk“, das den Betrachtern Afrika näherbringe. Kunst sei, so Kött-Gärtner, ohne Inspiration nicht möglich. Kunstschaffende müssten mit offenen Sinnen diese Welt erfahren, um dann das im Innern Entstandene mit ihren Mitteln zu vermitteln.

„Denn die Rettung dieser ,einen Welt‘ kommt, wie Joseph Beuys es prophezeit hat, aus der Kunst“, erinnerte die Laudatorin an einen viel diskutierten Satz des Philosophen und Künstlers.

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