Langerwehe - Zaun soll den Müll abfangen

Zaun soll den Müll abfangen

Von: nh
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Ein Zaun am Parkplatz neben der L 12 an der Auffahrt zur Laufenburg soll verhindern, dass der Müll, den Bürger hier entsorgen, über den Orschelsbach das Grundwasser verunreinigt. Foto: N. Holthoff

Langerwehe. Eine Zeitlang war er außer Betrieb, weil sich mehr Coli-Bakterien in seinem Wasser tummelten als erlaubt. Inzwischen wird aber aus Brunnen I der Wassergewinnungsanlage Wenau das begehrte Nass wieder „geschöpft”. Auch dank einer eingebauten UV-Anlage ist es im Prinzip astrein.

Doch ständig lauert die Gefahr von Verunreinigungen. Deshalb hat die Kölner Bezirksregierung angeregt, die Schutzgebietsverordnung für den Wasserleitungszweckverband Langerwehe neu zu gestalten. Das Ingenieurbüro Dr. Wimmer will die neuen Grenzen bis zum kommenden Frühjahr gezogen haben.

Dass dort immer wieder Ungemach droht, liegt an der Umgebung beziehungsweise den Zuläufen des Brunnens. Die nahmen die Verantwortlichen jüngst ganz eingehend unter die Lupe.

Da ist zum einen der Orschelsbach, dessen Wasser ebenso wie das des Wehebachs teilweise in den Untergrund versickert. Auf seinem Weg passiert der Orschelsbach den Parkplatz am Anfang der Zufahrt zur Laufenburg an der L 12 zwischen Schevenhütte und Langerwehe.

Immer wieder werden dort unerlaubt abgelagerte Gartenabfälle und Bauschutt zu Tage gefördert - Müll, der ins Grundwasser eindringen und damit die Wasserqualität beeinträchtigen kann. Um der Müllablagerung vorzubeugen, denkt man daran, einen Schutzzaun am Parkplatz zu errichten - samt Beschriftung „Wasserschutzgebiet”.

Weiter oberhalb des Bachlaufes werden ziemlich regelmäßig Wildwechsel registriert. Folge: Suhlen und Verkotung durch Wildschweine und Hirsche, was die saubere Versickerung ebenfalls gefährdet. Die Förster sollen hier nach Abhilfe sinnen...

Als recht kritisch wird die Situation im Bereich Wenauer Höfchen angesehen: Zerstörte Grasnarben im Wiesenbereich und an den Stallanlagen stellen wegen der fehlenden Oberbodenschutzschicht eine Gefahr dar. Von einem Gespräch mit dem Landwirt erhofft man sich die Verbesserung der Lage.

Richtung Schevenhütte soll entlang dem Wehebach eine Schutzzone eingerichtet werden, damit keine Materialien aus den Industrieansiedlungen in Schevenhütte über den Bach in die Wassergewinnungsanlage Wenau gelangen können. Dort stieß man auch auf Rohrzuläufe in den Wehebach, deren Herkunft unklar ist.

Eher geringer wird das Gefährdungspotenzial eingestuft, das von der Hundeschule samt Kleintierhaltung nördlich von Schevenhütte ausgeht.

Schwierig dagegen die Situation an der Hofanlage am Wenauer Kloster: Die dort stehenden Pferde und die hinteren Stallungen stellen „eine erhebliche Gefährdungsmöglichkeit” dar, so die Experten.

Mit Blick auf Grund- und Trinkwasserschutz wird die Situation dort nur 200 m vom Brunnen entfernt als „nicht tolerierbar” eingestuft. Gespräche mit Hofbesitzer und Pächter sollen Verbesserungen bringen.

Franz-Josef Löfgen: „Wir müssen all diese Punkte ständig im Auge behalten.” Mit der neuen Wasserschutzgebietsverordnung rechnet der Bürgermeister etwa Ende 2009.
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