Gereonsweiler - Zarter Fisch und Aufbruchstimmung bei der SPD

Zarter Fisch und Aufbruchstimmung bei der SPD

Von: Otto Jonel
Letzte Aktualisierung:
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Drei SPD-Spitzen, die um hohe Ämter kandidieren: Liesel Koschorreck, Peter Münstermann und Marion Schunck-Zenker. Foto: Jonel

Gereonsweiler. Das, was man üblicherweise mit einem politischen Aschermittwoch verbindet, ist beim Treffen der Sozialdemokraten aus dem gesamten Kreis Düren diesmal weitgehend außen vor geblieben: Die Schelte des politischen Gegners! Im Gereonsweiler Gasthaus Pfingsten wurde eher mit Wattebausch statt mit dem Klammerbeutel gepudert.

Diese ungewöhnliche Milde kommt nicht von ungefähr. Die Sozialdemokraten sind aus gutem Grund mit sich selbst beschäftigt. Es gilt, die Reihen zu schließen, um ihren Bürgermeisterkandidaten in einigen Kommunen und vor allem auch dem Kandidaten um das Landratsamt, Peter Münstermann (MdL), den Rücken zu stärken.

Das Einschwören der Genossinnen und Genossen auf die Wahlen am 13. September war der rote Faden in den kurzen Reden der Protagonisten. Marion Schunck-Zenker, Frontfrau der Linnicher Sozis und Kandidatin um das Bürgermeisteramt in Linnich, gab sich kämpferisch: „An der Spitze der Verwaltung brauchen wir einen Wechsel!“ Würde sich die selbstbewusste Ortsvereinsvorsitzende eine Parole auf ihr Wahlkampfbanner malen, lautete sie wohl „Fortschritt“.

Marion Schunck-Zenker tritt nach eigenem Bekunden an, um Stillstand zu beenden und die Entwicklung der Stadt voran zu bringen. Dabei stützt sie sich auf einen Ortsverein, der, wie sie betonte, nicht nur gestärkt aus der Kommunalwahl hervorgegangen sei, sondern sich in der Ratsarbeit mit einer „Mischung aus Erfahrung, Fachwissen, Verlässlichkeit und frischem Wind“ sehr gut aufgestellt habe.

Als „Frau, die weiß, wovon sie spricht, die auf die Menschen zugeht“, wie die stellvertretende Vorsitzende des Unterbezirks Liesel Koschorreck ihrer Parteifreundin bescheinigte, wird sich Marion Schunck-Zenker nicht scheuen, auch schwierige Themen wie den Ausbau der Windkraft im Stadtgebiet mit den unmittelbar Betroffenen zu diskutieren. Man müsse die Ängste der Menschen ernst nehmen.

Liesel Koschorreck, die den erkrankten UB-Vorsitzenden Dietmar Nietan vertrat, appellierte an die SPD im Kreis, ihre Kandidaten in den bevorstehenden Monaten geschlossen zu unterstützen. Das gilt nicht zuletzt für sie selbst, will sie doch Bürgermeisterin in Düren werden. Das gilt auch und im Besonderen für Peter Münstermann, der als Kandidat der SPD Landrat des Kreises Düren werden möchte.

Münstermann rief die Genossinnen und Genossen auf, „die Chance, unser soziale Politik einzubringen“ zu ergreifen. Immerhin würden in vier von zehn Kommunen Sozialdemokraten um das Bürgermeisteramt kandidieren – neben Marion Schunck-Zenker in Linnich und Liesel Koschorreck in Düren sind es Michael Breuer in Merzenich und Jürgen Otto in Vettweiß. Er selbst warb um die uneingeschränkte Unterstützung bei seiner Landratskandidatur.

Ähnlich wie Schunck-Zenker prangerte Münstermann den vielfach festzustellenden Stillstand an. Er habe sich ins Gebetbuch geschrieben, die Kommunen in die Lage zu versetzen auch gestalten zu können. Sein Ziel sei es, die wirtschaftliche Potenz des Kreises aufzuwerten, wovon die Kommunen ihrerseits profitieren. „Wir müssen aus dem bloßen Reagieren in eine Phase des Agierens kommen.“ Eine Schlüsselfunktion komme, so Münstermann, der Bereitschaft aller Kommunen zu, etwas gemeinsam zu gestalten.

Das praktizierten die Sozialdemokraten in der Folge ausgiebig. Gemeinsam widmete man sich dem geselligen Teil obligatorischen Fischbüffet, ohne das der politische Aschermittwoch nicht denkbar wäre.

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