Zahlreiche Überraschungen beim Herbstkonzert in der Festhalle Kreuzau

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Konnte das Publikum in der Festhalle mit einigen Überraschungen begeistern: das Junge Orchester Kreuzau.

Kreuzau. Trompeter an den Marschbecken, Strohhüte und Udo Lindenberg: Das Junge Orchester Kreuzau (JOK) unter der Leitung von John Kikken und das Sinfonische Jugendorchester unter dem Dirigat von Ruth Kniprath haben bei ihrem Herbstkonzert in der voll besetzten Kreuzauer Festhalle ihr Können unter Beweis gestellt.

Das Sinfonische Jugendorchester wurde im letzten Jahr neu gegründet, hatte beim Weihnachtskonzert 2014 seinen ersten Auftritt. Nun galt es, zum ersten Mal auf der großen Bühne der Festhalle zu spielen. Schon nach dem ersten Stück – „My Favorite Things“ von Richard Rodgers – verflog die Nervosität, bei „Bilder einer Ausstellung“ von Modest Moussorgsky dann zeigte sich das Können und das musikalische Ausdrucksvermögen des Jugendorchesters. Bei „Mars“ aus „The Planets“ von Gustav Holst konnte das Publikum sich den Kampfgott und sein Treiben bildlich vorstellen, so überzeugend war der musikalische Ausdruck. Ohne Zugabe, die sehr rockig vorgetragen wurde, durfte sich das Sinfonische Jugendorchester nicht vom begeisterten Publikum verabschieden.

Besondere Performance

Dann betraten die Musikanten des Jungen Orchester Kreuzau die Bühne. Schon mit dem ersten Traditionsmarsch „Marsch der Medici“ von Johan Wichers zogen sie die Zuhörer in ihren Bann. Das sinfonische Hauptwerk des Abends – „die Ouvertüre Feodora“ von Tschaikowsky – wurde zum ersten Mal Mitte der 80er Jahre gespielt und im Jubiläumsjahr wieder aus dem Archiv geholt. Die Musiker mehrerer Generationen vollbrachten eine Meisterleistung, die das Publikum mit viel Applaus würdigte. Bei der Titelmusik „North and South“, in Deutschland bekannt unter „Fackeln im Sturm“, kam Südstaaten-Stimmung auf u nd der „Mussinan-Marsch“ von Carl Carl brachte kraftvolle Töne in die Festhalle, zu denen die Trompeter Kai Störling und Tim Küntzler eine besondere Performance an den Marschbecken zeigten. Der stürmische Applaus des Publikums belohnte die beiden Musikanten für ihre Idee. Nach der Pause ging es schwungvoll mit dem „Maxglaner“ Zigeunermarsch in den zweiten Teil des Konzertes. Gänsehautgefühl entstand, als der erst 14-jährige Posaunist Sven Blumenthal seinen Solo-Part in dem Stück „Brennende Herzen“ von Elmar Eggerl präsentierte.

Gleich im Anschluss wurden Erinnerungen an den Sommer geweckt, als alle Musikanten beim Klassiker „Copacabana“ von Barry Manilow Sonnenbrillen und Strohhüte aufzogen und die Festhalle in buntes Licht getaucht wurde.

Überraschung zum Geburtstag

Doch es reichte noch nicht: Zum 40. Geburtstag des Orchesters hatte John Kikken keine Kosten gescheut, Kontakt nach Hamburg aufgenommen und Udo Lindenberg zu Besuch in die Festhalle Kreuzau geholt. Die Musiker spielten ein Medley mit seinen größten Hits und „Udo Lindenberg“ – perfekt imitiert von René Bodes – sang live dazu. Beim anschließenden „The Blues Brothers in Concert“ wurden die Hits der Band im flotten Tempo präsentiert.

Nach begeistertem Applaus verabschiedete sich das Orchester mit zwei Zugaben, wobei sich die Solisten des Abends noch einmal auf der Bühne präsentierten.

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