Zachrich will es den Gästen aus Berlin schwer machen

Von: kin/sis
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Kapitän Jaromir Zachrich. Foto: jan

Düren. Zum bevorstehenden Trainerwechsel bei den SWD Powervolleys möchte Jaromir Zachrich nichts sagen. „Ich möchte, kann und darf nicht. Das wäre zum gegenwärtigen Zeitpunkt einfach nicht gut“, sagt der 29-jährige Mittelblocker.

„Aber grundsätzlich ist es im Profisport ein absolut normaler Vorgang, dass der Trainer wechselt. Das ist Alltag und spielt für die Mannschaft keine Rolle.“

Jaromir Zachrich spielt im fünften Jahr in Düren Volleyball, er fühlt sich an der Rur wohl. Er hat sich genau wie seine Mannschaftskollegen der Powervolleys vorgenommen, die Berlin Recycling Volleys im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft zumindest mächtig zu ärgern. Das erste Spiel in Berlin am Donnerstag haben die Dürener zwar verloren, beim Heimspiel am Sonntag soll das aber schon wieder ganz anders aussehen. „Wir haben bis jetzt immer mindestens ein Spiel gegen Berlin gewonnen, warum soll das diesmal nicht klappen?“

Natürlich weiß Zachrich um die Übermacht von Friedrichshafen und Berlin in der Volley-Bundesliga. „Das ist schon ein komisches Gefühl, dass es zwei Mannschaften gibt, die meistens nicht zu schlagen sind. Aber eben nur meistens. Wir haben in dieser Saison in Friedrichshafen bewiesen, dass es geht.“ Grundsätzlich mache sich ein Etatunterschied von zwei Millionen Euro natürlich bemerkbar. „Wir haben aber als Mannschaft in dieser Saison sehr gut funktioniert. Und dann ist der Unterschied eben plötzlich doch überwindbar. Und warum soll das nicht morgen beim Heimspiel gegen Berlin auch der Fall sein?“ Zachrich hofft auf eine volle Halle. „Dann können wir mit unseren Fans ein riesiges Volleyball-Fest feiern. Und wenn alles gut läuft, gibt es davon in Düren auch noch ein zweites.“

Unterstützung haben Zachrich und Co am Donnerstag bereits in der Hauptstadt erfahren. Rund zehn Anhänger nahmen in der Max-Schmeling-Halle wie ihre Volleyballer den Kampf David gegen Goliath auf.

Düren, sagt der Mittelblocker, der in Köln ein Lehramtsstudium für Deutsch und Geschichte absolviert, sei ein guter Ort, um Profi-Volleyball zu spielen. „Die Atmosphäre im Verein ist familiär, ich kann sehr gut studieren und werde dabei unterstützt. Düren hat die weltbesten Fans, und man kann guten Volleyball spielen. Immerhin sind wir die drittbeste Mannschaft in Deutschland.“

Für den morgigen Sonntag haben sich die im Fanclub „Moskitos“ organisierten Anhänger der Powervolleys etwas einfallen lassen. Sie wollen sich beim scheidenden Trainer Michael Mücke für seinen Einsatz und die Erfolge in den drei Jahren bedanken. Ein Banner haben sie gemalt und ein Geschenk wollen sie überreichen. Sollte aber ein zweites Heimspiel am übernächsten Sonntag anstehen, werden sie die Verabschiedung verschieben.

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