Düren - Wu-Oper aus Dürens Partnerstadt Jinhua begeistert

Wu-Oper aus Dürens Partnerstadt Jinhua begeistert

Von: Anneliese Lauscher
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Ein höchst beeindruckendes Erlebnis: der Tanz mit dem Drachen. Das Ungeheuer wurde von zehn jungen Männern in gelben Kostümen getragen. Foto: Anneliese Lauscher
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Trug sehr zum Verständnis der Oper bei: Professor Wolfgang Breuer.

Düren. Die Wu-Oper aus Dürens chinesischer Partnerstadt Jinhua gab am Dienstag im Haus der Stadt ein einmaliges Gastspiel. Die Besucher erlebten einen Abend mit Schauspielkunst, Akrobatik und Musik aus einer anderen Welt.

Helmut Göddertz, der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins „Düren-Jinhua“, begrüßte erfreut die vielen Gäste: „Wir sind sehr froh, verschiedene Projekte auf den Weg bringen zu können. Ich bin sicher, dass Sie heute einen kurzweiligen Abend erleben werden, der Ihnen einen kleinen Einblick in die chinesische Kultur geben wird.“

Bürgermeister Larue bezeichnete es als „ein Geschenk, dass dieses Ensemble nach Düren kommt“. Er sei sehr stolz, dass diese Gruppe, die am Pfingstsonntag in der „Tagesschau“ im Zusammenhang mit der Berichterstattung über den „Karneval der Kulturen“ erwähnt worden sei, nun im Haus der Stadt auftrete.

Larue bedankte sich auch beim Publikum: „Danke, dass Sie durch Ihr Hiersein unsere Städtepartnerschaft unterstützen.“ Er erwähnte, dass ohne die Unterstützung der Sparkasse Düren dieses Projekt kaum zu stemmen gewesen sei.

Professor Wolfgang Breuer sprach einführende Worte zum Programm, zu dieser speziellen Gattung der chinesischen Oper, zu den Instrumenten. Die Wu-Oper sei bekannt für eine abwechslungsreiche Gestaltung, es würden an diesem Abend Szenen aus verschiedenen Opern geboten.

Die Aufführung begann mit einer beeindruckenden Demonstration der Perkussion: Trommeln unterschiedlicher Größe, Deckel und Rasseln und ein Gong formierten sich allmählich zu einem homogenen Orchester, einer nach dem anderen übernahm den Rhythmus, eine Melodie war herauszuhören. Das faszinierende Zusammenspiel der fünf Musiker wurde mit viel Applaus belohnt.

Ein munterer Tanz von vier Männern und einer Frau wurde aufmerksam verfolgt. Wenn es auch wie ein neckisches Spiel voller Lebensfreude aussah, so saß doch jeder Schritt perfekt. Manchmal schienen die Akteure zu schweben, und schließlich flogen die Männer mit großen Sprüngen durch die Luft.

Atemberaubende Einlagen

Etwas unheimlich wirkte ein Künstler in dunklem Gewand, der ganz vorne vor dem Publikum einen dynamischen Tanz mit dem Fächer und mit einem langen Stab zeigte. Was dabei am meisten verblüffte: der unglaublich rasche Wechsel der vielen Masken. Wie macht der das bloß?, so fragte man sich.

Der Tanz mit dem Drachen war ein höchst beeindruckendes Erlebnis: Ein über zehn Meter langer Drachen aus Papier, in Orange und Goldgelb glänzend, wand sich auf der Bühne. Er wurde getragen von zehn jungen Männern in gelben Kostümen, die dabei einen fantastischen Tanz aufführten mit Sprüngen und atemberaubenden akrobatischen Einlagen. Der lange farbenprächtige Lindwurm schien durch den Bühnenraum zu fliegen, zuckte auf und nieder, drehte sich in wilden Spiralen – das alles bewirkten mit scheinbarer Leichtigkeit die sportlichen Akteure.

Als ein kleines Orchester sich vorstellte, wurde es ganz still im Publikum. Die fremdartigen, melancholischen Töne entführten den Zuhörer in das Reich der Mitte. Doch dann erkannte man eine Melodie, die man von diesen Musikern nicht erwartet hätte: Ich weiß nicht, was soll es bedeuten!

Staunend und voller Bewunderung spendeten die Besucher zum Schluss der Vorstellung lange Beifall. Manch einer nahm ein kleines Andenken mit nach Hause, das die Mitglieder der Wu-Oper in den Zuschauerraum geworfen hatten.

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