Düren/Belfast - „World Police & Fire Games“: Bronze nicht nur im Bankdrücken

Radarfallen Bltzen Freisteller

„World Police & Fire Games“: Bronze nicht nur im Bankdrücken

Von: Jörg Abels
Letzte Aktualisierung:
6075669.jpg
Beim Bankdrücken stemmte Ingo Cremer eine 120 Kilogramm schwere Hantel. Damit gewann er in Belfast ebenso eine Bronzemedaille wie im Kraft-Zweikampf der 75-Kilo-Klasse. Foto: Jörg Abels

Düren/Belfast. Stolz sitzt Ingo Cremer im Trainingsanzug der Deutschen Nationalmannschaft im Trainingscamp der Faustkämpfer Düren-Grüngürtel. Zwei Bronze-Medaillen baumeln um den Hals des 38-Jährigen. Die hat der gebürtige Arnoldsweiler aus Belfast von den „World Police & Fire Games“ mitgebracht hat, einer Art Olympischer Spiele für die Angehörigen der Polizei, des Justizvollzugsdienstes, des Zolls und der Berufsfeuerwehren, die alle zwei Jahre stattfinden.

In Belfast waren mehr als 7000 Sportler aus 67 Nationen in 56 Sportarten am Start. Darunter befanden sich neben traditionellen olympischen Disziplinen wie Leichtathletik, Schwimmen und Kampfsport auch berufsspezifische Vergleichswettkämpfe wie Maschinenpistolen-Schießen.

Ingo Cremer, der von 1992 bis 1997 bei den Faustkämpfern geboxt hat und Herbert Müller-Schneider seit 2011 beim Training der Boxer unterstützt, ist als Justizvollzugsbeamter in Euskirchen ins deutsche Team gerutscht. „Eigentlich wollte ich als Boxer antreten“, berichtet der 38-Jährige. Das aber scheiterte an der erst vor kurzem geänderten Altersgrenze im Amateurboxen von 37 Jahren. Also entschied er sich für die Disziplinen Bankdrücken und Kraft-Zweikampf, einer Kombination aus Bankdrücken und Kreuzheben. Eine Entscheidung, die er nicht bereut hat.

Seit Anfang des Jahres hat sich Cremer im Trainingscamp der Grüngürtel-Faustkämpfer auf die Wettkämpfe in Belfast vorbereitet: Bis zu fünfmal wöchentlich hat er anderthalb bis zwei Stunden Gewichte gestemmt. Ein Aufwand, der sich lohnen sollte. Denn obwohl er sich kurzfristig in Belfast noch entschied, nicht in seiner Gewichtsklasse bis 82 Kilo anzutreten, sondern in der tieferen 75-Kilo-Klasse, und er fünf Kilo „abkochen“ musste, stimmte die Leistung.

Trotz eines vom „Extrem-Saunen“ geschwächten Körpers drückte er auf der Bank aus den Armen heraus 120 Kilo und lag damit nur 2,5 Kilo hinter dem späteren Goldmedaillengewinner. Im Kraft-Zweikampf stemmte er ein Gewicht von 265 Kilogramm und durfte sich so über zwei Bronzemedaillen freuen.

Jetzt hat er Lunte gerochen und will in zwei Jahren erneut an den „World Police & Fire Games“ teilnehmen, wieder in den Kraftsportdisziplinen. In der US-Stadt Fairfax-County ist dann eine goldene Medaille sein erklärtes Ziel.

Erst einmal aber steht für den mittlerweile auch in Euskirchen wohnenden Sportler wieder Boxsporttraining bei den Faustkämpfern Düren-Grüngürtel auf dem Programm. „Wir haben eine neue Staffel aufgebaut, die Mitte September in Düsseldorf ihren ersten Vergleichskampf bestreiten wird“, erklärt Müller-Schneider. Und die wird er mit Ingo Cremer in den kommenden Tagen intensiv vorbereiten.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert