Düren - „World of Music Düren“: Der Sieger ist zu Tränen gerührt

„World of Music Düren“: Der Sieger ist zu Tränen gerührt

Von: Kevin Teichmann
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Überzeugte die Jury: Der 19-jährige Nico Thoma aus Düren sicherte sich den Sieg beim zweiten von drei Talentwettbewerben. Er tritt nun im Vorprogramm vor Ron Williams bei den Dürener Jazztagen auf. Foto: kte.

Düren. Bereits seit 1991 bietet der Verein „Dürener Jazzclub“ mehrere Tage lang bei den von unserer Zeitung präsentierten Dürener Jazztagen interessante Konzerte und wundervollen Live-Jazz. In diesem Jahr mischen sich jedoch auch Künstler anderer Genres unter die Interpreten. Und das dank des Vereins „World of Music Düren“.

Er hat sich auf die Fahnen geschrieben, die populäre und junge Musikkultur in Düren zu stärken sowie zu fördern.

„Deshalb haben wir den Talentwettbewerb ‚Die Top 3‘ ausgeschrieben und haben 61 tolle Bewerbungen verschiedener Künstler und Talente bekommen. Insgesamt gibt es drei Termine, bei denen aus 16 Talenten drei Sieger ermittelt werden. Die Gewinner dürfen dann als Vor-Act bei den 26. Dürener Jazztagen vor Ron Williams performen, zudem bekommen sie einen Künstlervertrag mit 1000 Euro Gage“, erklärte „World of Music Düren“-Vorsitzender Norbert Schmidt das Prozedere und fügte an: „Im Kreis Düren gibt es eigentlich keine eigene Jazzkultur. Unser Ziel ist es, Bühnenkünstler zu finden, die ein besonderes Talent mitbringen, eventuell später einmal in die Jazzrichtung gehen. Das kann man jetzt natürlich noch nicht voraussagen.“

Eine Vorband hat man bereits im Boot. Im Jülicher Kulturbahnhof setzte sich die David-Bowie-Tribute-Band „L.D. Stardust and the Ziggys from Mars“, die sich erst vor knapp zwei Jahren gegründet hatte, Anfang April gegen ihre vier Mitbewerber dank des Votums der Jury durch.

Am Sonntag war dann in Düren Auftakt zur zweiten Casting­runde. In der Kulturfabrik „Becker und Funck“ traten sechs Jungkünstler an, spielten je drei Songs, um die Jury zu überzeugen. Die Juroren – Sängerin und Vocalcoach Karo Fruhner, Radio Rur-Chefredakteur Dietrich Meier und Musiker Holger Quast – mussten sich zwischen dem 17-jährigen Pianisten Oliver Tietz aus Niederzier, dem Schmidt „ein unglaubliches Talent“ attestierte, der Akustik-Pop-Band „The Very Next Day“, welche ausschließlich eigene Songs darboten, der Mundart-Schlagerband „Dat kütt jood“ aus Kreuzau, der Rock/Pop-Band „The Blaze“, der Global-Pop-Band „Cantalyra“ und Solokünstler Nico Thoma, der es beim TV-Format „DSDS“ in den „Recall“ schaffte, entscheiden.

Die Wahl fiel auf Thoma, der sein Glück gar nicht fassen konnte: „Ich bin jetzt wirklich zu Tränen gerührt.“ Während des Castings wusste er mit den Songs A-Team von Ed Sheeran, Breakfast at Tiffany‘s von „Deep Blue Something“ und Wonderwall von „Oasis“ zu begeistern. Als Sieger spielte er noch einen weiteren Song, entschied sich für „Wie soll ein Mensch das ertragen“ von Philipp Poisel und erntete tosenden Applaus, weil er es schaffte, dem Song die nötige Aura zu verleihen.

Thoma hatte sich zuvor nicht die besten Chancen ausgerechnet: „Ich dachte, dass sich eher eine Band durchsetzt. Heute bin ich meinem großen Traum, von der Musik leben zu können, einen Schritt näher gekommen.“ Vorfreude auf die Jazztage hatte in den Emotionen des 19-Jährigen noch keinen Platz, er versuchte dennoch einen Ausblick: „Bei den Jazztagen kann ich mich einem anderen und größeren Publikum präsentieren. In den nächsten Tagen erstelle ich eine Setlist, um möglichst viele Menschen mit der Musik zu erreichen.“

Das letzte Casting findet am Samstag ab 20 Uhr in der Festhalle Kreuzau statt.

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