Wohnzimmer der 50er Jahre symbolisiert verjährten Wohlstand

Von: Christoph Hahn
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Gruppenbild mit Sponsoren: „Wir für Düren”-Chef Georg Servos überreichte Ex-Prinz Michael Linn und seiner Ehefrau Renate (von rechts) eine Spende von 2000 Euro für den Dürener Kinderkarneval. Foto: Christoph Hahn

Düren. Ein Festival der guten Taten war die Weihnachtsgala der Initiative „Wir für Düren”. Rund 350 Menschen führte das gesellschaftliche Ereignis am Samstag im Haus der Stadt zusammen.

Zugleich war die Gala ein Fest der guten Taten, ein Benefiz-Ereignis: Der Reingewinn von 3500 Euro aus dem Verkauf der Eintrittskarten sowie aus am Abend gesammelten Spenden geht an die Aktion „Eine Mahlzeit für ein Kind”, der sich die Organisatoren um ihren Vorsitzenden Georg Servos mit ganzem Einsatz widmen.

Schon im Vorfeld der Gala hatte Servos mit Blick auf den Umstand, dass es in diesem Jahr keinen Schirmherren gab, im Gespräch mit der Dürener Zeitung erklärt: „Schirmherren sind dieses Mal alle Dürener, die uns unterstützen.”

Der in diesen Worten versteckte Aufruf verhallte keineswegs ungehört: Viele Bürgerinnen und Bürger der Kreisstadt reihten sich in die Kette der Helfer ein und ließen sich von dem angenehmen Ambiente der Gala anlocken.

In der Tat hatten die Veranstalter im Haus der Stadt Einiges aufgeboten: Noch vor Beginn der eigentlichen Show unterhielt im Foyer eine Jazzband das Publikum. Großformatig aufgezogene Fotos der Dürener Innenstadt aus der Wirtschaftswunderzeit und eine alte Jukebox sorgten für eine authentische Atmosphäre.

Doch noch bevor die Zuschauer in das Wohnzimmer der Dürener Familie Müller in den späten Fünfzigern, als der Wohlstand schon Allgemeingut geworden war, entführt wurden, setzten die Männer von „Wir für Düren” Zeichen - Zeichen dafür, wie beherzt und gezielt sie helfen.

Georg Servos holte eine Reihe von Sponsoren aus der Geschäftswelt auf die Bühne - und dazu Ex-Prinz Michael Linn mit seiner Ehefrau, die für den Dürener Kinderkarneval eine Spende in Höhe von stolzen 2000 Euro in Empfang nehmen konnten.

Für viel Vergnügen sorgten danach die vielen Mitwirkenden des Bühnenprogramms. Die Erlebnisse der Familie Müller (Beate Steiger-Mohr, Heinz Mohr, Luca Strack und Johannes Vossen) in ihrem originalgetreu möblierten Wohnzimmer sorgten nicht nur fürs Amüsement des Publikums, sondern ließen durch eingestreute fingierte Rundfunk-Meldungen nicht nur die große Weltgeschichte, sondern auch Ereignisse der Lokalhistorie wie etwa die Einweihung der Pfarrkirche St. Bonifatius wieder lebendig werden.

Umgeben wurden die Auftritte der Müllers von künstlerischen Beiträgen made in Düren, so zum Beispiel vom Auftritt des Seniorenchors der Pfarre St. Anna und Marien sowie von sehenswertem Ballett-Tanz - mal klassisch, mal unverfälschter Rock´n´Roll im Stile der Fünfziger.

Rund drei Stunden Programm, die (fast) jeden Anwesenden glücklich machten - die Initiatoren von „Wir für Düren” ebenso wie denen, die ihnen halfen, auch und gerade Kindern in Not zu einer nahrhaften Mahlzeit zu verhelfen.
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