Wohnungssuche: „Nachfrage in stadtnaher Lage ist ungebrochen“

Von: Burkhard Giesen
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Auf dem Gelände der ehemals Papier verarbeitenden Fabrik Heyder an der Ursulinenstraße wird kräftig gebaut. Foto: Ingo Latotzki

Düren. Es gibt die weichen Standortfaktoren. Freizeit, Kultur, Bildung, Sportangebote etwa. Das sind die Rahmenbedingungen, warum sich Menschen in Düren wohlfühlen könnten. Und es gibt die harten Kriterien, die dafür sorgen können, dass sich Menschen in Düren ansiedeln. Beides braucht eine Stadt, wenn sie sich entwickeln will.

Für Dürens Baudezernenten Paul Zündorf gehört beides unmittelbar zusammen: „Düren baut, Düren entwickelt sich und Düren muss noch attraktiver werden“, sagt er mit Blick auf die Maßnahmen, die man in diesem Jahr in Angriff nehmen will, um die Attraktivität der Stadt gerade auch für junge Familien zu steigern.

„Wir wollen in diesem Jahr in den Stadtteilen Baurecht für rund 200 neue Baugrundstücke schaffen“, sagt Stadtplaner Marcus Steffens und listet das Projekt Cornetzhof in Rölsdorf (35 Grundstücke), Krahkopfstraße in Birgel (20), Derichsweiler-Ost (30), südliche Paulstraße in Merken (10) und den Wohnpark nördlich der Kesselkaul in Birkesdorf (rund 100 Baugrundstücke) auf.

All diese Baugebiete richten sich insbesondere an junge Familien. Größer ist der Bedarf noch bei Projekten für ältere Menschen und beim Mehrgenerationenwohnen. „In den vergangenen drei Jahren sind bereits rund 175 bis 200 Wohnungen errichtet worden“, sagt Steffens. „Die Nachfrage ist insbesondere in den stadtnahen Lagen ungebrochen.“

Dementsprechend werden weitere Projekte in Angriff genommen. So befinden sich bereits 60 Wohnungen auf dem Heyder-Gelände im Bau, im Prympark steht der 1. Bauabschnitt mit 40 Wohnungen vor dem Baubeginn, im Bismarck-Quartier sollen 15 Wohnungen entstehen, ebenso in der Rütger-von-Scheven-Straße.

Hinzu kommt das Seniorenquartier an der Straße „Am Wingert“ in Gürzenich, wo 30 Wohnungen mit betreutem Wohnen, zehn Bungalows und 80 Pflegeplätze geplant sind. Keinen Fortschritt gibt es hingegen auf dem Hannemann-Gelände. Das war für eine gemischte Wohnbebauung vorgesehen; die Investoren benötigen aber offenbar noch Zeit.

Deutlich magerer fällt die aktuelle Planung bei den Gewerbegebieten aus: 20 Hektar an der Kölner Landstraße, weitere zehn an der Stockheimer Landstraße. Parallel dazu gibt es Überlegungen, gemeinsam mit Niederzier bestehende Gewerbeflächen zu erweitern und mit der Gemeinde Merzenich am neuen Autobahnanschlusspunkt neue Flächen zu entwickeln.

Auch die Stadtteilentwicklung soll in 2017 nicht zu kurz kommen: „Wir wollen ein integriertes Handlungskonzept für Birkesdorf erarbeiten, die Gestaltung der Ortsmitte Merken in Angriff nehmen und weitere Stadtteil- und Dorfentwicklungskonferenzen auf den Weg bringen“, verspricht Steffens.

Wohl wissend, dass sich Dürens Attraktivität eben auch in den Stadtteilen entscheidet.

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