Wohnungsbaugenossenschaft verdoppelt Investitionen

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Mit der Unterschrift unter den Vertrag setzen Wohnungsbaugenossenschaft und Bauverein ihre langjährige Zusammenarbeit bis 2020 fort. Die Genossenschaft will ihre Investitionen in den Gebäudebestand (im Bild die Blumenthalstraße) verdoppeln. Foto: Abels
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Mit der Unterschrift unter den Vertrag setzen Wohnungsbaugenossenschaft und Bauverein ihre langjährige Zusammenarbeit bis 2020 fort. Die Genossenschaft will ihre Investitionen in den Gebäudebestand (im Bild die Blumenthalstraße) verdoppeln. Foto: Abels

Düren. Die gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft für Stadt und Kreis Düren wird ihre Investitionen in die Sanierung ihres Immobilienbestandes nahezu verdoppeln, von derzeit rund 2,2 auf künftig vier Millionen Euro im Jahr.

Das gab der Vorstandsvorsitzende Heinz Mannheims am Donnerstag am Rande der Vertragsverlängerung mit dem Dürener Bauverein bekannt. Der Bauverein wird die 256 Immobilien der Genossenschaft mit ihren 1213 Wohnungen auch in den kommenden fünf Jahren bewirtschaften.

Ziel der Genossenschaft sei es, auch in Zukunft bezahlbaren Wohnraum in sicheren, sozialverträglichen Quartieren anzubieten, betonte Mannheims. Auf diesem Weg sei der Bauverein, der den Immobilienbestand als langjähriger Verwalter wie kein Zweiter kenne, der ideale Partner. Genossenschaft und Bauverein kooperieren bereits seit 1935. „Auf die bewusst niedrigen Mietpreise hat die Vertragsverlängerung keinen Einfluss“, betonte Mannheims. Die Fortsetzung der bewährten Kooperation bedeute für die Mieter vielmehr Kontinuität und Sicherheit bei der Bewirtschaftung des Wohnraums.

Der neue Vertrag liefert beiden Seiten mehr Transparenz und Sicherheit. Die Genossenschaft kann künftig stärker als bisher in das Tagesgeschäft eingreifen, der Bauverein Investitionen frühzeitiger planen. Positiver Nebeneffekt: Die Fortsetzung der Zusammenarbeit sichert etwa zehn der 24 Arbeitsplätze beim Bauverein, der insgesamt rund 3000 Wohneinheiten verwaltet. Zu den 1213 der Genossenschaft kommen 1609 Häuser und Wohnungen im eigenen Besitz sowie weitere städtische Immobilien.

Der soziale Wohnungsbau wird in der Stadt Düren in Zukunft an Bedeutung gewinnen. Sah das Handlungskonzept Wohnen vor einem halben Jahr noch einen ausreichend großen Bestand an Sozialwohnungen, so hat sich die Situation mittlerweile angesichts der Flüchtlingsentwicklung gewandelt, betonte der Technische Beigeordnete Paul Zündorf, Vorstandsmitglied des Bauvereins. „Wir werden unsere Anstrengungen im sozialen Wohnungsbau in den kommenden Monaten intensivieren müssen“, kündigte Zündorf an.

„Ausbau statt Rückbau“ laute die Devise, ergänzte Bürgermeister Paul Larue, Aufsichtsratsvorsitzender des Bauvereins. Habe in den vergangenen Jahren zurecht die Altbausanierung im Mittelpunkt gestanden, sei die wichtigste Aufgabe in den kommenden Jahren, neue Potenziale in der Stadt zu erschließen. Larue sprach die Leerstandssituation an einigen Ausfallstraßen an. „Wir halten aber auch die Augen auf der Suche nach Grundstücken auf.“ Heinz Mannheims stellte in diesem Zusammenhang fest, dass die schnelle Bereitstellung von zusätzlichem Wohnraum aus Sicht der Genossenschaft nicht auf Kosten des Standards erfolgen dürfe.

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