Düren - Wirtschaftsförderung: Jetzt ist die Aufsichtsbehörde am Zug

Wirtschaftsförderung: Jetzt ist die Aufsichtsbehörde am Zug

Von: sis
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Düren. Der Streit zwischen Bürgermeister Paul Larue und der CDU auf der einen sowie den Vertretern der „Ampel“-Koalition auf der Seite um die Ausschreibung der Stelle des Kämmerers und Ersten Beigeordneten der Stadt Düren geht in die nächste Runde.

Der Dürener Stadtrat hatte beschlossen, die Wirtschaftsförderung in die Zuständigkeit des neuen Kämmerers als Nachfolger von Harald Sievers legen zu wollen. Bisher ist diese Chefsache im Dürener Rathaus. Diesen Beschluss der Ratsmehrheit von SPD, Grünen, den Linken und der FDP hatte Paul Larue beanstandet. Die Beanstandung lehnte der Stadtrat in seiner Sitzung ab. Nur die Union stimmte für den Beschlussvorschlag der Verwaltung. Deshalb wird Bürgermeister Paul Larue nun unverzüglich die Entscheidung der Aufsichtsbehörde einholen müssen.

Überfordert?

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Henner Schmidt appellierte an den Rat, gemeinsam den Weg der „Ampel“ zum Wohle der Stadt zu gehen. Verena Schloemer, die Fraktionsvorsitzende der Grünen, sprach den Bürgermeister an: „Seien Sie doch nicht so verbohrt. Es geht doch nur darum, die Stadt besser aufzustellen. Das kann doch auch nur für Sie gut sein.“

Paul Larue verwies darauf, dass er aus den Reihen der Wirtschaft immer wieder Rückmeldungen erhalte, dass es richtig sei, die Wirtschaftsförderung in den Händen des Bürgermeisters zu belassen: „Es hätte so manche Entwicklung nicht gegeben, wenn ich nicht in der ersten Reihe gestanden hätte“, sagte er und verwies auch auf millionenschwere Investitionen, die Dürener Unternehmen umsetzten.

Der Bürgermeister forderte die „Ampel“-Koalition auf, endlich die Leitungsstelle für das Dezernat 4 auszuschreiben, die seit über einem halben Jahr vakant sei.

Larue wie der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Thomas Floßdorf und Heidi Meier-Grass (BfD) meinten außerdem, dass die „Ampel“ doch im Herbst nach der Bürgermeisterwahl die Zuständigkeiten ändern könne, wenn sie die Wahl gewinne. „Wenn Sie sich überfordert fühlen“, meinte Floßdorf mit Blick auf Larues Gegenkandidatin, „können Sie ja die Strukturen ändern.“

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