Düren - Wirteltor-Gymnasium bereitet auf Europa vor

Wirteltor-Gymnasium bereitet auf Europa vor

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Sprachgewandt: Neun Abiturienten des Gymansiums am Wirteltor fahren mit ihren Lehrern nach Essen, um dort von Schulministerin Barabara Sommer ihre Certilingua-Zertifikate entgegen zu nehmen. Foto: Andreas Gabbert

Düren. In Europa und der Welt der Sprachen kennen sie sich aus. Das haben jetzt neun Schülerinnen und Schüler des Städtischen Gymnasiums am Wirteltor sogar Schwarz auf Weiß. „Certilingua” heißt das Zertifikat, mit dem Absolventen ausgezeichnet werden, die mit dem Abitur besondere Qualifikationen im Bereich der Sprachen nachgewiesen haben.

Dazu gehören neben hoher Kompetenz in zwei Fremdsprachen auch bilingualer Unterricht in anderen Fächern, der Nachweis von Kenntnissen über Europa sowie die Teilnahme an einem europäischen Projekt. Das Zertifikat soll den Zugang zu international orientierten Studiengängen erleichtern und berufliche Perspektiven im Ausland eröffnen.

Seit der 5. Klasse haben die Abiturienten dafür jede Woche zwei Stunden mehr in der Schule verbracht. „Die Schüler müssen sich einbringen und eine Menge zusätzlichen Einsatz zeigen”, erklärt Karl-Walter Keppler, verantwortlicher Lehrer für den bilingualen Bereich. Er spricht von einem „grundlegenden Wandel”. Die Schule habe sich verändert.

„Das Zertifikat beweist, dass man die Sprache wirklich spricht”, sagt Carolin Lüssem, die bei all der Mühe nur an ihre Zukunft gedacht hat. Vielleicht liegt diese ja in Spanien, die Sprache hat es ihr besonders angetan.

Andreas Cousin mag lieber das Französische. Er war oft in Paris und pflegt dort Kontakte zu anderen Schülern. Auch seine Facharbeit hat er über die Pariser Vororte geschrieben. Nina Zündorf will bald in Maastricht studieren. „So ein Zertifikat macht sich bestimmt gut und hilft beim Studieren im Ausland”, ist die Abiturientin überzeugt.

Elena Böttcher ist hingegen etwas enttäuscht, weil sie festgestellt hat, dass „das Zertifikat an den Unis noch nicht so bekannt ist”. Dafür bedürfe es noch eines Prozesses von mehreren Jahren, erläutert Karl-Walter Keppler, das Programm sei jetzt an 22 Schulen in NRW erstmals angeboten worden.

Vier der Gymnasiasten debattieren regelmäßig im Europäischen Jugendparlament. „Sprache wird etwas Lebendiges. Es ist toll, wenn man sieht, wie sich 120 Schüler im Parlament nur auf Englisch und Französisch verständigen”, sagt Keppler. Die Zertifikate werden den Abiturienten am Montag, 29. Juni, in Essen durch Schulministerin Barbara Sommer verliehen.
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