Wird die Kita Marienstraße für Düren zu teuer?

Von: Jörg Abels
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Die „Ampel“ will das Gebäude des Stadtmuseums an der Arnoldsweilerstraße nicht kaufen, sondern den Mietvertrag nur noch einmal verlängern, um einen alternativen Standort zu suchen. Foto: Abels
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SPD-Fraktionschef Henner Schmidt. Foto: Abels

Düren. Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember wird in Düren der neue City-Tarif eingeführt. Das kündigt der SPD-Fraktionsvorsitzende und „Ampel“-Sprecher Henner Schmidt an. Eine entsprechende Vereinbarung mit dem Aachener Verkehrsverbund sei unterschrieben.

Damit setzt die Koalition im Stadtrat eines ihrer wichtigsten Ziele zur Ankurbelung des ÖPNV um. Für 1,90 Euro können Fahrgäste ab Mitte Dezember quer durch die Stadt fahren. Der City-Tarif ist zeitlich erst einmal auf zwei Jahre befristet und wird pro Jahr mit 150.000 Euro aus dem städtischen Haushalt subventioniert. Und was bringt der Rest des Jahres aus Sicht der „Ampel“-Koalition noch?

Stichwort Kita Marienstraße: „Hier muss noch nachgearbeitet werden“, betont Schmidt. Grund ist die hohe Quadratmetermiete, die der Euskirchener Investor für die Einrichtung aufruft, die sich Stadt (vier Gruppen) und Kreis (zwei Gruppen) teilen wollen. Sie liegt fast zehn Euro über der Summe, die das Landesjugendamt der Stadt erstattet, erklärt Schmidt. Dazu komme, dass das Land den Flächenbedarf für zu groß hält und deshalb weitere Abstriche mache.

Damit würde die Kita die Stadt rund 150.000 Euro mehr kosten als andere viergruppige Einrichtungen, erklärt Schmidt. Das sei so bei der Entscheidung im Stadtrat im vergangenen Dezember nicht klar gewesen. Vor allem die SPD sei trotz der zentralen innerstädtischen Lage und der besonderen Architektur des Gebäudes nicht bereit, diese Mehrkosten mal eben so abzuicken. Mögliche Auswege seien die Einrichtung einer fünften Gruppe oder aber eine Senkung der Miete.

Stadtmuseum: Bis Jahresende wolle die „Ampel“ eine belastbare Lösung für einen neuen Standort finden, erklärt Schmidt. „Wir tendieren dazu, das Gebäude an der Arnoldsweilerstraße nicht zu kaufen“, betont der SPD-Fraktionschef. Umbau und Sanierung seien zu teuer. Alternativen könnten das ehemalige BIZ an der Hans-Brückmann-Straße oder die alte Turnhalle des Rurtalgymnasiums sein. Am liebsten wäre ihm aber, wenn das Stadtmuseum näher an Hoesch- und Papiermuseum rücken könnte. Entsprechende Überlegungen aber sind noch nicht spruchreif.

Schulentwicklung: Wenn der Gutachter am 15. September Vorschläge zur künftigen Schullandschaft vorstellt, erwartet Schmidt ein Gesamtpaket, das Basis für einen Kompromiss mit der CDU sein soll. „Wir müssen die Schullandschaft in Düren zukunftssicher machen“, betont Schmidt und hofft, dass ein Schulkrieg vermieden werden kann.

Weihnachtsmarkt: „Die beschlossene Attraktivierung muss jetzt umgesetzt werden“, fordert Schmidt insbesondere mit Blick auf die Schlittschuhbahn-Pläne. „Die Zeit drängt“, betont Schmidt.

Marktplatz-Umgestaltung: Wenn der Platz 2017 im Rahmen des Masterplans umgestaltet wird, muss eine Lösung für den Wochenmarkt gefunden werden. Die scheinbar einfachste Lösung, ein Umzug auf den Kaiserplatz, ist für Schmidt nicht die naheliegendste. Schließlich drohen dann Konflikte mit anderen Veranstaltungen. Und ein wandernder Wochenmarkt je nach Baufortschritt auf dem Marktplatz ist für Schmidt suboptimal.

Alternative Ausweichmöglichkeiten könnten die Kölnstraße oder der Bereich rund um die Annakirche, den historisch angestammten Platz des Wochenmarktes, sein. Und im Zuge der Marktplatz-Umgestaltung will die „Ampel“ auch noch einmal die Machbarkeit der vor Jahren von CDU-Ratsherr angeregten Marktgalerie im Gebäude der ehemaligen Stadtsparkasse überprüfen lassen. „Wenn eine solche Galerie als Gegenstück zum Stadtcenter realisierbar ist, müsse dies bei der Umgestaltung des Platzes berücksichtigt werden.

Wohnungsbau: Die „Ampel“ will weiter versuchen, preiswerten Wohnraum zu schaffen. Schmidt kündigt einen neuerlichen Vorstoß an.

Hallenbadneubau: Hier scheint sich der Standort „Holzbendenpark“ durchzusetzen. Den würde die „Ampel“ unterstützen“, Schmidt will aber die Alternative Badesee ind er Hinterhand behalten, sollten rund um den Parkstandort noch Komplikationen auftreten, beispielsweise muss ja noch über eine neue Schulsportanlage für das Stiftische Gymnasium gesprochen werden.

Diese müsste dann aber auch der Öffentlichkeit offen stehen. Und auch die Frage des Betriebskostenzuschusses bei einem Neubau müsse noch beantwortet werden. Dieser hängt vor allem von der Zahl der Saunagäste ab, die ein neues Hallenbad in Konkurrenz zum Freizeitbad Kreuzau anlocken kann.

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