Düren - „Wir wollen zeigen, dass Volksmusik Spaß macht“

„Wir wollen zeigen, dass Volksmusik Spaß macht“

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So lieben ihn seine Fans: Florian Silbereisen mit der Steierischen Harmonika heizte den rund 1500 Zuschauern ein. Foto: kin
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DJ Ötzi gehörte ohne Zweifel zu den absoluten Publikumslieblingen.

Düren. Irgendwie muss man einfach mitmachen. Einfach still auf seinem Platz sitzen zu bleiben, ist kaum möglich. Es ist Dienstagabend, 19.40 Uhr und rund 1500 Menschen in der Arena Kreis Düren tanzen zum „Zillertaler Hochzeitsmarsch“.

Auf der Bühne steht seit knapp zehn Minuten Entertainer Florian Silbereisen – ganz lässig mit schwarzer Hose und Jeanshemd – und heizt dem Publikum mit seiner Steierischen Harmonika so richtig ein. Kaum einer, der noch auf seinem Stuhl sitzt, kaum einer, der nicht mitsingt, klatscht oder schunkelt. Die Menschen in Düren feiern.

Silbereisen präsentiert in Düren sein „Fest der Feste“, mit von der Partie sind DJ Ötzi, die sechs Jungs von „VoxxClub“, No-Angels-Mitglied Lucy Diakovska und Geigerin Joanna Suchon.

„Wir wollen heute Abend zeigen, dass Volksmusik Spaß macht“, so Florian Silbereisen. „Auch wenn das nicht jeder zugibt.“ Dieser Plan geht auf. Silbereisen liebt das Spiel mit verschiedenen musikalischen Genres, lässt sich kaum in eine Schublade stecken.

Natürlich ist der Abend volkstümlich, und das nicht nur wegen des „Zillertaler Hochzeitsmarsches“, er ist aber auch rockig, dann wieder leiser und voller Emotionen. Als DJ Ötzi sein Lied „Leb‘ Deinen Traum“ hätte man die berühmte Stecknadel fallen hören können.

Bei „I will survive“ tobt die Arena. Fast könnte man sagen, das Konzert ist so abwechslungsreich und unterschiedlich wie das Publikum, das an diesem Abend in die Arena gekommen ist. Alte und junge Leute, Männer und Frauen, Lederhosen- und Anzugträger feiern gemeinsam. Und allen ist die Freude an dem Konzert mehr als deutlich anzusehen.

Das gilt übrigens auch für die Akteure auf der Bühne. Florian Silbereisen und seine Kollegen sind absolute Vollprofis und vermitteln den Zuschauern das Gefühl, sich nichts Schöneres vorstellen zu können, als in Düren aufzutreten. Das ist ganz sicher auch der Grund, warum von Anfang der Funke zwischen Künstlern und Musikern überspringt. „Ich bin absolut begeistert“, sagt Helene Wamig aus Düren. „Ich war zwar eben total sauer, weil ich vom Parkplatz auf dem Annakirmesplatz bis hier laufen musste, aber dieses Konzert entschädigt für alles. Ich habe schon lange nicht mehr so großen Spaß gehabt.“

Dank Silbereisen, DJ Ötzi und den Sängern von „VoxxClub“ werden auch volkstümliche Lieder modern, wird Volksmusik fast schon ein bisschen sexy. „Ich hätte mir das so nicht vorgestellt“, sagt Hermann Schilling (34). „Ich bin heute Abend mit meinen Eltern hier, weil ich denen die Konzertkarten zu Weihnachten geschenkt habe. Und ich hatte mich auf einen ruhigen Abend eingestellt. Dass ich so abfeiern würde, hätte ich nicht gedacht.“

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