„Wir müssen uns jedes Jahr neu beweisen“

Von: Sandra Kinkel
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Präsentieren am Donnerstag, 30. März, ihr „Verflixtes 7. Programm“ in Düren: Manfred (links) und Jan Savelsberg. Foto: Sandra Kinkel

Düren. So viel kann Manfred Savelsberg gleich am Anfang verraten: „Die Dürener werden alles verstehen. Wir spielen in Düren auf Hochdeutsch und nicht auf Oecher Platt. Da können die Menschen an der Rur wirklich ganz beruhigt sein.“ Bereits zum dritten Mal präsentieren Manfred und Jan Savelsberg in Düren ihr Kabarettprogramm „Solo für 2“. Diesmal heißt es in der Fabrik für Kultur und Stadtteil „Das verflixte 7. Programm“.

„Der Zuspruch in Düren ist einfach gut“, sagt Manfred Savelsberg (67), bis vor vier Jahren Leiter des städtischen Jugendamtes. „Deswegen haben wir uns entschieden, unser Programm auch in Düren zu spielen. Und wir haben schon einige Stammkunden, die bisher keines unserer Düren-Gastspiele verpasst haben.“ Das Programm, erzählen die beiden Savelsbergs, sei eine Mischung aus gesellschaftlichen, politischen und alltäglichen Themen. „Wirklich viele Aachen-spezifische Programmpunkte“, sagt Manfred Savelsberg, „gibt es eigentlich nicht. Aber die werden in Düren sowieso nicht gespielt. Wir versuchen aber, das ein oder andere Dürener Thema einzubauen.“

Für die Texte sind Jan Savelsberg und Mutter beziehungsweise Ehefrau Marlene verantwortlich. Auf der Bühne ist zudem noch Pianist Claus Thormälen mit von der Partie.

Donald Trump und Nafris

„Natürlich“, erzählt Manfred Savelsberg, „spielt die Zahl Sieben in unserem Programm eine wichtige Rolle.“ Das siebte Gebot („Du sollst nicht stehlen“) kommt ebenso vor wie verschiedene Lieder, die allesamt eine Sieben im Titel haben. „Zum Thema Stehlen“, sagt Jan Savelsberg, „ist uns sehr viel eingefallen. Heimat stehlen, zum Beispiel, oder Wohnraum stehlen.“ Natürlich wollen Vater und Sohn Savelsberg ihr Publikum unterhalten.

Manfred Savelsberg: „Die Leute sollen Spaß haben, keine Frage. Gleichzeitig ist es uns aber auch wichtig, die Menschen zum Nachdenken zu bringen. Wir haben auch Nummern im Programm, die so richtig unter die Haut gehen.“ Klar, dass es beim aktuellen Programm auch um Donald Trump geht, um Nafris, Reichsbürger, Horst Seehofers Meinung zu der Flüchtlingspolitik und Gregor Gysi, der neuer Ordensritter des Aachener Karnevalsvereins wird.

„Spannendes Jahr“

„2017“, betont Jan Savelsberg, „wird ein spannendes Jahr. In den Niederlanden und in Frankreich wird gewählt, außerdem beschäftigen wir uns natürlich mit den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen und den Bundestagswahlen im September.“

Anfang Januar haben Jan und Marlene Savelsberg mit dem Schreiben der Texte angefangen, zwei bis drei Wochen vor der Premiere im März starten Vater und Sohn mit den intensiven Proben. Jan Savelsberg: „Weil wir uns so gut kennen, sind wir auf der Bühne einfach ein eingespieltes Team. Das passt.“ Verändert und aktualisiert werden die Nummern, wenn es sein muss, bis zum letzten Tag. „Im vergangenen Jahr haben wir kurz vor der Vorstellung noch ein Lied über den türkischen Ministerpräsidenten Erdogan gemacht, weil sich in der Türkei die Ereignisse überschlagen haben“, erzählt Manfred Savelsberg.

„Das ist es aber auch, was uns so viel Spaß und die Arbeit so spannend macht.“ Angst vor dem verflixten siebten Jahr haben die beiden Savelsbergs nicht. „Aber auf unserem Erfolg ausruhen dürfen wir uns auch nicht“, sagt Sohn Jan. „Wir haben uns bei unserem Publikum ein gewisses Standing erarbeitet und müssen uns jedes Jahr neu beweisen.“

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