„Wir haben den Dornröschenschlaf beendet”

Von: Stephan Johnen
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DerArchitekt: Peter Kulka hat den Erweiterungsbau des Hoesch-Museums entworfen. Foto: Stephan Johnen

Düren. Peter Kulka führt persönlich durch das Museum, in dem außer dem Museum noch nicht viel zu sehen ist. Doch das ist Ansichtssache. Irgendwie ist schließlich auch das Gebäude ein Kunstwerk. „Dieses Haus wird die prominenteste Adresse in Düren”, sagt beispielsweise Hans Wabbel, Baudezernent der Stadt über das Leopold-Hoesch-Museum.

Im Duett mit dem Architekten zeigt der Dezernent die Vorzüge auf: Mehr Platz, weniger Muff, modernste Technik. Mehr als 100 Jahre nach Grundsteinlegung werde das ursprüngliche Werk vollbracht. Und mehr: „Wir haben den Dornröschenschlaf beendet”, sagt Wabbel. Die Sprache an diesem Mittwochnachmittag ist selbstbewusst.

Zwar sind die Arbeiten an Altbau und Erweiterungsbau des Leopold-Hoesch-Museums, maßgeblich finanziert von der Günther-Peill-Stiftung und dem Land, noch nicht beendet. Gefeiert wird dennoch, am Wochenende. Ein Öffnungsfest wohlgemerkt, denn die offizielle Eröffnung wird wohl erst im kommenden Jahr stattfinden.

Samstag führt ab 18 Uhr Peter Kulka durch das Museum. Ab 19.30 Uhr gibt es ein „Visuelles Konzert”, danach ein „Liebesnachtmahl”. „Ich liebe dieses Museum. Das ist mein Abschiedsessen”, sagt Dr. Dorothea Eimert, die Direktorin des Hauses. „Jeder vor mir hat von einem Erweiterungsbau geträumt”, sagt sie. Ende des Jahres geht die Direktorin in den Ruhestand. Ihr Traum und der ihrer Vorgänger ging noch in Erfüllung. Knapp, aber keine Baumaßnahme bleibt schließlich ohne Überraschungen. Sonntag dann wird es offiziell, mit Musik und Festeden ab 12 Uhr. Der Bürgermeister spricht, der Architekt, der Baudirektor und die Direktorin.

Vor dem Museum geht es in naher Zukunft erst richtig los. Eine Million Euro, sagt Hans Wabbel, stehen für die Neugestaltung des Platzes zur Verfügung. Peter Kulka hat Pläne: Flächen, die bespielt werden können, von Kulturschaffenden ebenso wie von Kindern mit Fußbällen. Vorstellen wird er die Pläne auf der Sitzung des Bauausschusses der Stadt. „Dieser Platz wird das Kulturforum von Düren”, sagt er. Derzeit erinnere ihn der Platz eher an Schrebergärten.
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