„Winterland“: Kritik an fehlender Werbung, Angebot und Standort

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Die Schlittschuhbahn wird seit Ende des Weihnachtsmarktes kaum noch genutzt. Ins Winterland verirren sich nur wenige Besucher. Foto: Abels

Düren. Kein Konzept? Zu wenig Werbung, falsches Angebot? Warum herrscht im „Winterland“ vor dem Rathaus, dem verlängerten Weihnachtsmarkt, gähnende Leere? Die ersten Reaktionen auf unserer Facebook-Seite „AZ Lokales Düren“ sind vielfältig. Nachfolgend ein kleiner Überblick:

Immer wieder wird die fehlende Werbung kritisiert. „Ich komme aus Schlagstein und wusste gar nicht, dass da überhaupt noch was ist“, schreibt Johannes Weyrauch. „Ich wohne fast dran und wusste es nicht“, bemerkt Dominic Simon. „Ich dachte, es wäre nur die Eisbahn auf. Eine Erbsensuppe und einen Glühwein hätte ich schon gerne auch nach Weihnachten noch genossen“, bemerkt Gerti Küpper.

Aber auch das „Winterland“ an sich wird infrage gestellt. „Weihnachten ist vorbei und der Zauber eines solchen Marktes ebenso“, stellt Uta Esser fest. Eileen Lothmann stößt ins gleiche Horn: „Ich gehe zum Weihnachtsmarkt bis Weihnachten ist.“ Karina Zeyen bemerkt: „Ein Monat Weihnachtsmarkt sollte genügen, sonst ist es doch auch nichts mehr Besonderes.“ Und Eleonore Esser kritisiert: „Eine Hälfte (des Platzes, Anm. d. Red.) ist leer geräumt ... Wie kann man sich da wohlfühlen?“

Ebenso Kontrovers diskutiert wird die Schlittschuhbahn: „Was hat die Plastikbahn mit Winterland zu tun? Nichts. Fährt man auf Plastik Schlittschuh? Hätte man mit Weniger nicht mehr erreichen können?“, meint Astrid Maier. Anders sieht das Claudia Falter: „Die Kinder hatten Spaß, und in der Vorweihnachtszeit war der Markt nahezu immer gut besucht! Fand ihn schon besser als die Jahre zuvor. Man hat sich Mühe gegeben, etwas zu verändern! Aber warum sollte sich 2017 an der Jammer- und Meckermentalität etwas ändern?“, fragt sie sich. „Mehr Vielfalt, Abwechslung und Weihnachtliches wären schön! Die Schlittschuhbahn war ein Anfang! Aber da geht noch mehr! Und mehr Stände wären auch genial“, bemerkt Michaela Erz.

Andere hingegen lassen am Konzept kein gutes Haar: „Seit ich denken kann, immer nur die gleichen Stände“, schreibt Diana Obladen. In die gleiche Kerbe schlägt Gaby Drieskens: „Es sind überwiegend nur Ess- und Trinkbuden. Macht die Buden mal weihnachtlich interessanter. Den Markt größer bis rüber zur Kölnstraße. Und Buden mit Angeboten, die auch kleine Leute bezahlen können.“

Damit sind wir wieder in der Standortfrage angekommen: „Ich finde die Idee mit dem Winterland generell nicht schlecht, würde aber auch nur bis Silvester verlängern. Den Standort hätte ich auch lieber wieder in der Fußgängerzone. Da läuft viel mehr Publikum durch, die Beleuchtung und Atmosphäre ist schöner, und vor allem zieht es da nicht wie Hechtsuppe“, stellt Angelika Kaiser fest. „Paar Büdchen hier, ein paar da. Schöner wäre es konzentriert direkt am Markt und an der Kölnstraße, und der Wochenmarkt muss vors Rathaus“, meint auch Saskia Schulz. Dass der Standort Kaiserplatz überdacht werden sollte, sieht Nicola Maier-Menzel genauso: „Am ungemütlichsten finde ich die Busse mit ihrer Geräuschkulisse, die da drum herumgurken.“ Georg Potschernik und andere bringen den Ahrweilerplatz wieder ins Spiel: „Stände dürfen nicht auseinandergerissen werden. Für Reibekuchen muss man zum Wirteltorplatz. Der Standort vor dem Rathaus ist falsch. Dieser muss im Bereich um die Annakirche positioniert sein.“

Aber es gibt auch positive Stimmen: „Mich hat die Verlängerung gefreut. Glühwein macht doch jetzt erst richtig Sinn! In anderen Städten ist eine Verlängerung auch eines Teils des Weihnachtsmarktes bis zum Dreikönigsfest normal“, stellt Silke Mohnfeld fest und ergänzt: „Düren tut sich mit Neuerungen immer schwer.“

„Ich fände einen mittelalterlichen Weihnachtsmarkt wie zum Beispiel auf Burg Satzvey toll“, schreibt Nadine Naki. „Und der könnte auch bis zu den Heiligen Drei Königen gut funktionieren; zum Beispiel mit einer Stube, die oben auf der Empore steht. Niemand möchte bei dem Wetter draußen stehen. Was mir total gut gefallen hat dieses Jahr war der Stand mit den heißen Cocktails. Und die Kids hatten sehr viel Spaß mit der Schlittschuhbahn.“

Zum Abschluss noch eine ironische Erklärung für die aktuelle Tristesse im Dürener Winterland von Winfried Heinen mit Blick auf die aktuellen politischen Themen in der Stadt: „Wahrscheinlich verharren die Massen bewundernd in der neugestalteten Kölnstraße oder sie fahren mangels günstiger Parkplätze lieber woanders hin, da es mit dem Fahrrad zu ungemütlich ist bei diesem Wetter!“

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