Düren - Winterannafest: Lob für die engagierten Christen in Düren

Winterannafest: Lob für die engagierten Christen in Düren

Von: Georg Neulen
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Bischof Dr. Helmut Dieser hielt die Predigt beim Winterannafest. Begeistert war er von der ehrenamtlichen Arbeit. Foto: Georg Neulen

Düren. Dicht gedrängt in allen Schiffen der Annakirche erwarteten die Gläubigen den ersten Besuch ihres neuen Bischofs in der Region. Zur Schlussandacht des Winterannafestes war Dr. Helmut Dieser mit den Konzelebranten Prälat Donks und Pfarrer Otto von Danwitz eingezogen, gefolgt von der Messdiener-Schar und zahlreichen Priestern des Dekanats, an ihrer Spitze Generalvikar Dr. Andreas Frick.

Im liturgisch wechselnden Ornat mit lila Käppi und goldgelber Bischofsmütze gewann der neue Oberhirte mit den ersten Worten seiner natürlichen Sprechweise gewiss schon die Sympathie der meisten Zuhörer.

Kontakt mit dem Göttlichen

Seine direkte Zuwendung und Freundlichkeit für die Menschen ergriffen die Herzen bei der Predigt, in der es um die Beziehung und den Kontakt mit dem Göttlichen ging. Die geistliche Anziehungskraft in der Verehrung der Heiligen schaffe eine spezifische Gewissheit und Sicherheit, sagte Dieser. Die Freude über seinen Besuch verband der Bischof mit einem großen Kompliment an die lebendige Dürener Gemeinde.

Ausführlich erinnerte er zudem an die Historie der Annareliquie, bei der die Vorfahren seit 1506 die erste Sicherheit erlebten, dass bei ihnen mit Anna ein neuer Abschnitt der Menschheitsgeschichte spürbar wurde. Der schuf geistlichen Gewinn, aber auch wirtschaftliche und materielle Blüte.

Doch wo finden die Menschen heute noch Gewissheit? An dieser Stelle ging der Bischof auf einen wunden Punkt ein: die Entweihung der Bonifatiuskirche in der vergangenen Woche. Diese sei „würdig und traurig“ gewesen. Verstehen könne man das nur im Zusammenhang, wie der dramatische Rückgang des geistlichen Lebens zu bewältigen sei.

Nach dem Krieg wurden viele neue Kirchen gebaut, aber die späteren Generationen machten ihre Erfahrungen, auch ohne Glauben zu leben. Mehr noch als Gebäude brauchten die Menschen innere Bilder zu neuer Gewissheit.

Am Beispiel der Emmausjünger aus dem Evangelium nannte der Bischof die Stichworte für den Weg: die Enttäuschung, die verlorene Hoffnung und den Weg des Erkennens.

Die Kirche lebe von der Eucharistie als Jesu Testament. Sie müsse aber lernen, zu reden, zu vertrauen, sich zu verändern. Helmut Dieser wolle als Bischof helfen bei Kontakten der immer wieder zu erneuernden Kirche.

Kinder- und Jugendchor

Bis zur Übertragung des Annahauptes in den Reliquienschrein und dem feierlichen Schlusssegen mit dem Allerheiligsten in der Monstranz war die Andacht belebt von den erfrischend schönen Gesängen des Kinder- und Jugendchors mit der Gemeinde. Anschließend füllten viele Gäste das Papst-Johannes-Haus. Dort wiederholte Dieser die Wertschätzung des sozialen Engagements am Beispiel des Sozialwerks Dürener Christen.

Er bewundere den Mut der Dürener, nach der Zerstörung am 16. November 1944 ihre Stadt wieder aufzubauen und zu beleben, sagte er.

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