Windräder: Offenlage soll nach Karneval beginnen

Von: sj
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Kleinhau. Die Gemeinde Hürtgenwald möchte seit Monaten Konzentrationszonen für Windkraftanlagen ausweisen. Ein Unterfangen, das bei vielen Anwohnern auf Kritik stößt.

Die ursprünglich am Rennweg vorgesehene Fläche ist mittlerweile aus den Planungen herausgenommen, die Flächen Ochsenauel und Peterberg werden weiter betrachtet. Damit musste das Prozedere der Änderung des Flächennutzungsplanes erneut gestartet werden. Mit einer Gegenstimme und einer Enthaltung hat der Bau- und Umweltausschuss der Gemeinde Hürtgenwald am Donnerstagabend die erneute Offenlage der neunten Änderung des Flächennutzungsplanes beschlossen.

Ein sogenanntes „weiches Tabukriterium“ sind nun Laubwälder, die größer als ein Hektar sind. Der Abstand zu Schutzgebieten wurde bei der erneuten Untersuchung auf 100 Meter reduziert. Bei den Flächen Ochsenauel und Peterberg hat es daraufhin kleinere Veränderungen gegeben, die in den Unterlagen eingesehen werden können. 1,7 Prozent des Gemeindegebietes wären somit als Konzentrationsfläche ausgewiesen.

Der BUND ist überzeugt, dass aufgrund der bisherigen Flächen ohnehin keine weiteren Windräder mehr auf dem Gemeindegebiet errichtet werden könnten. Eine Einschätzung, die nach Aussage des Planungsbüros „der Rechtsprechung nicht mehr standhalten würde“. Mit acht Hektar seien nur 0,01 Prozent des Gemeindegebiets für Windräder reserviert. Die Zielmarke des Landes liege bei zwei Prozent. Fragen zu Umweltverträglichkeits- und Lärmgutachten werden bei der Bauleitplanung wieder auf die Tagesordnung kommen.

Die Offenlage der Unterlagen im Rathaus wird voraussichtlich nach Karneval beginnen. Einen genauen Termin wird die Gemeindeverwaltung noch bekanntgeben. Vier Wochen haben Bürger dann die Möglichkeit, sich vier Wochen lang alle Unterlagen anzuschauen und Beschwerden sowie Anregungen zu einzureichen.

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