Kreuzau - Windkraftanlagen für Kreuzau: Viele Befürchtungen bei Anwohnern

Windkraftanlagen für Kreuzau: Viele Befürchtungen bei Anwohnern

Von: smb
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Kreuzau. Schattenschlag, Lärm und eine Verspargelung der Landschaft, sind Dinge, die die Menschen fürchten, wenn es um Windräder geht. Auf große Begeisterung stoßen solche Vorhaben fast nie und sie sind es in der Gemeinde Kreuzau in der Vergangenheit auch nicht.

Einem Ratsbeschluss folgend wird die Gemeinde neue Konzentrationsflächen für Windkraft ausweisen. Und um den Sorgen der Bürger zu begegnen, hat sie früh im Verfahren zu einer Bürgerinformation eingeladen. Gut 70 Personen waren gekommen.

Sascha Gehm vom Unternehmen VDH stellte die Methodik sowie die Ergebnisse der Grob- und Feinuntersuchung vor. Wie bereits berichtet, liegt eine Fläche nordöstlich von Stockheim, wo es schon zwei Windräder gibt (A), weitere nördlich der Drover Heide (B), nördlich von Thum (C), südöstlich von Thum (D), westlich von Thum (E), zwischen Obermaubach und Leversbach (F) sowie zwischen Üdingen, Drove und Boich (G). Die Flächen A, D und E stuft Gehm als geeignet ein, da dort mehrere Räder gebaut werden könnten. Bei Stockheim gibt es eine Höhenbeschränkung wegen des Fliegerhorstes.

Was die Fläche E bei Thum anbelangt, könnte man mit der Nachbarkommune Nideggen zusammenarbeiten, erläuterte Bauderzenent Siegfried Schmühl. Die Anwohner und ein Landwirt äußerten sachlich ihre Sorgen über Lärm und Schattenschlag. Als Kritiker bemängelten, dass das Verfahren schon recht weit sei, erläuterte Schmühl, dass man im ersten Verfahrensschritt sei und dass die Bürger sowohl jetzt, als auch bei der Offenlage im Frühjahr die Möglichkeit hätten Stellungnahmen einzureichen.

Hans-Willi Schruff, Geschäftsführer der Rea, erläuterte Modelle der Bürgerbeteiligung. Er machte aber auch deutlich, dass Bürgerwindanlagen, für die der Betreiber jährlich etwa 10000 Euro Personalkosten einkalkulieren muss, nur an Standorten sinnvoll sind, an denen die Anlagen sehr gute Windbedingungen haben. Und die Bedingungen seien umso besser, je höher ein Windrad sei.

Schmühl verdeutlichte auf kritische Nachfrage, dass RWE laut Konzessionsvertrag verpflichtet sei, eine Einspeisung zu ermöglichen. Schruf erläuterte, dass keine langen Leitungen bis zum Umspannwerk gebaut werden müssten.
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